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Cool, souverän, relaxed: KSF IV – uBu 1 – 7

Die vierte Mannschaft der Karlsruher Schachfreude ist eigentlich eine gute Truppe, deren pari-pari Mischung aus jungen Spielern und alten Hasen uns letztes Saison große Probleme bereitet hatte. Heute waren wir zwar nominell das spürbar bessere Team, aber mit diesem Kantersieg hat unser Mannschaftsführer sicher nicht gerechnet, als die verschlafene Badkappe wenige Minuten zu spät in der Walter-Eucken-Schule zu ihrem Platz fand. Wie gewohnt war die Atmosphäre freundlich und professionell, obwohl gefühlte 100 Mannschaften versammelt waren. Wie selbstverständlich warteten die KSFler, bis wir vollzählig waren, eine Vorgehensweise, welche ich persönlich vehement befürworte, auch wenn so manche Vereine das leider anders sehen.

Der Kampf begann unbeschwert, alle acht Bretter kamen gut aus der Eröffnung ‚raus, die Sicherheit war fühlbar. Wahrscheinlich dachte sich der ein‘ oder andere: „Mit Mathias an 8 kann ja nichts schief gehen, der ist doch unterfordert, der Junge“. So war’s dann auch, als hätte er’s eilig gewann er schnell mit Schwarz. Wolfgang H überspielte seinen Opponent positionell und hatte wenig später einen unaufhaltbaren Freibauern auf der siebten Reihe sowie ein bequemes Zeitpolster von zwei Stunden und 16 Minuten.

Mischa hatte das Glück, eine Remisstellung mit einer gut versteckten Kombination zu gewinnen, und Jürgen war der nächste. Er konterte das Angriffsspiel seines Gegners geschickt aus und verwertete locker die Initiative. Klaus vereinbarte Remis, vollkommen unbewusst, dass er damit bei’m Stande von 0-4 den Mannschaftssieg sichert. Wolfgang W machte es ihm nach – er wollte wohl noch zu ’nem Termin. Diese schöne Situation erlaubte es mir, in einer Gambitpartie noch zusätzlich ’ne Figur in’s Geschäft zu stecken, weil mir die Stellung noch nicht scharf genug war. Es war eine dieser Partien, welche bei gestörter Balance die ganze Zeit objektiv vollkommen ausgeglichen sind, aber niemand freiwillig der Verteidiger sein will. Ich wäre an meines Gegners Stelle vermutlich auch irgendwann zusammengebrochen.

Den Schlusspunkt lieferte Zacharias, dessen Gegner sich von einem Qualitätsopfer zu viel versprochen hatte. Ein weiteres Mal wurde ich Zeuge, dass Zachi sich die Butter nicht mehr vom Brot nehmen lässt, wenn er ‚mal ’nen kleinen Materialvorteil hat – sehr sicher in der Verwertung! Da haben die KSFler ’nen sehr schwarzen Tag erwischt und das Tief unserer ersten Mannschaft scheint überwunden zu sein. In Verbindung mit dem unerwarteten Sieg der zweiten ein Bilderbuchspieltag!

Ein harter Kampf

Aidan und Carrie haben nun ihre gemeinsame Wohnung bezogen. Ihre Beziehung wird allerdings auf eine sehr harte Bewährungsprobe gestellt. Miranda kann derzeit an nichts anderes als an Sex denken. Ihre Hormone drehen durch die Schwangerschaft komplett durch. Doch ohne Partner ist es gar nicht so einfach für sie, dieses Verlangen zu befriedigen. Samantha versucht gerade in ihre Beziehung mit Richard Ordnung zu bekommen. Sie möchte, dass sich diese lediglich auf Arbeit und Sex beschränkt. Doch schon bald merkt sie, dass dies gar nicht so einfach ist, wie sie es sich vorgestellt hat.

siehe Sex and the city, Episode 4.13 „The good fight“ – ähnlich verlief der Mannschaftskampf in Wiesental. Zu siebt galt es zu punkten, da wir insgesamt 15 Spieler möglichst gut auf zwei Mannschaften verteilen mussten. Ich denke, dies ist uns optimal gelungen – insbesondere, wenn man in Rechnung stellt, dass der Kandidat für Brett 8 glatt eine Figur einstellte, doch immerhin seine Kollegen in der zweiten ein Brett ‚runter drückte.

Nach etwa zwei Stunden war Dian fertig, der keinen guten Tag erwischte und über ein Remis nicht hinaus kam. Sven machte richtig viel Druck, welcher den Gegner nötigte, künstlich zu rochieren. Wolfgang W. hatte einen gesunden Mehrbauern, angeblich nach einem Eröffnungsfehler im 4.Zug – was mir schwer fällt zu glauben. Ansonsten gab es nirgends Probleme, außer bei Jürgen, der einem Angriff am Königsflügel ausgesetzt war und sich schwer tat, Gegenspiel zu finden.

Ich kam in Vorteil, musste aber mit wenig Bedenkzeit genaue Züge finden, was gar nicht so leicht war. Ich schreibe wohlbemerkt von wenig Bedenkzeit und nicht von Zeitnot, ein Umstand, welcher der neuen Bedenkzeitregelung geschuldet ist. Früher war es möglich, sich in einer kritischen Situation Zeit zu nehmen, um eine Stellung zu erreichen, in der man die verbleibenden Züge zur Zeitkontrolle lässig ziehen kann. Schade, dass das nun nicht mehr geht, doch sicherlich eine Gewöhnungssache, und zum Glück hat es gut geklappt. Während ich also mit Scheuklappen meine Partie heimschaukelte, wickelte Sven souverän in’s gewonnene Endspiel ab, stellte Wolfgang am Spitzenbrett zwei Bauern ein, gab Klaus Remis, überzog Wolfgang H.s Gegner eine todremis-Stellung und Jürgen ließ sich auseinandernehmen.

So kam es, dass beim Stande von 4-3 für uns Wolfgangs Gegner gewinnen musste. Es war ein Schwerfigurenendspiel bei heterogenen Rochaden auf dem Brett, jeder einen Turm und eine Dame, Wolfgang mit zwei verbundenen Freibauern auf dem Flügel seines Königs. Trickreich gab er die Dame gegen den Turm und ließ die Bauern laufen. Dies versprach exzellente Gewinnchancen, aber erforderte gleichzeitig eine umsichtige Verteidigung auf alle möglichen Schachs der Dame. Wolfgangs Gegner hatte trotz schlechterer Stellung das etwas einfachere Spiel und die klar bessere Bedenkzeit, sodass auch er völlig zu recht um den vollen Punkt kämpfen konnte. Für alle sichtbar war dies, als dieser ein Dauerschach bewusst ausließ – was Wolfgang natürlich recht war. Leider schob er mit zwei Minuten Restbedenkzeit den falschen Bauer vor und ließ eine Abwicklungskombination zu, die zum Verlust führte. Wirklich schade, es war ein harter Kampf und sehr knapp. 4-4 am Ende, und ein Seitenhieb an alle Kameradenschweine, die sich vorschnell in’s Vogel verdrückt haben: Ihr habt echt ‚was verpasst!

chess4all – Hanno beschwört Nord – Süd Konflikt herauf

Tempus fugit: Unser Projekt chess4all gibt es nun seit über einem Jahr. Da die Karlsruher Innenstadt einfach unersättlich ist, kamen bisher die Nord- und Südstadt etwas zu kurz. Langfristig muss natürlich eine etwas flächendeckendere Versorgung her, und so machte unser engagierter Hanno den Anfang mit dem Abone bei’m Heisenberg Gymnasium.

Abone Foto

Im Fußballjargon bedeutet das: Nordstadt 1, Südstadt 0. Wenn das ‚mal nicht für Zündstoff sorgt…

 

Vereinsfeier 2014 in Kürze

Dieses Jahr stand das Wetter im krassen Kontrast zu letzem Jahr: Anstatt ungemütlicher Kälte und Regen hatten wir Temperaturen um die 25 Grad und heiter Sonnenschein. Als hätten wir das geahnt, haben wir uns optimal für das Anglerheim Neupotz als Ort zum Feiern entschieden, gelegen an einem sehr schönen Baggersee. Dort ließen wir es uns gut gehen, was wohl nichts besser illustrieren kann als folgendes Bild von unserem Webmaster:DSCN1261

1.Offener uBu-Sommerpokal

Vierrundiges Pokalturnier für Spieler mit DWZ<1700

  • Ort: GelbeSeiten Bar, Karl-Friedrich-Straße 22, 76133 Karlsruhe
  • Termine: samstags 14.06., 28.06., 19.07., 02.08., Beginn jeweils 12.30 Uhr.
  • Meldeschluss (auch bei Voranmeldung) vor der 1.Runde: 12.15 Uhr
  • Modus: K.O.-System + Schweizer System bei Ausscheiden im K.O.-System (Bei Remis im K.O.-System wird eine Schnellschachpartie mit 15 Minuten Bedenkzeit gespielt.)
  • Bedenkzeit: 1 Stunde für 30 Züge + 0,5 Stunde für den Rest (pro Spieler pro Partie)
  • Startgeld: 8 €, 6 € für uBu-Mitglieder
  • Preise: 1.Platz: 30 €, 2.Platz: 20 €, 3.Platz: 10 €, sowie Sachpreise
  • Handicap-Regelung: Beträgt der DWZ/TWZ-Unterschied 200 oder mehr Punkte, so erhält der vermeintlich schwächere Spieler die weißen Steine. Gespielt werden darf jedoch maximal zweimal in Folge mit derselben Farbe.
  • Sonstiges: Teilnahmeberechtigt sind alle Spieler mit DWZ<1700. Die Teilnehmerzahl ist auf 16 Teilnehmer begrenzt. Die Preise sind erst ab 10 Teilnehmern garantiert. Das Turnier wird zur DWZ-Auswertung eingereicht. Die Karenzzeit beträgt 30 Minuten. Partien können in Absprache mit Gegner und Turnierleitung vor- oder nachverlegt werden, müssen aber zur nächsten Runde gespielt sein. Entscheidungen der Turnierleitung bzw. eines Stellvertreters sind endgültig.
    Preise von bei der Siegerehrung (im Anschluss an die letzte Runde) abwesenden Teilnehmern verfallen.
  • Bewirtung: Getränke und Speisen werden vor Ort angeboten. Der Verzehr von selbst mitgebrachten Speisen und Getränken ist daher nicht gestattet.
  • Kontakt/Turnierleitung: Max Gageik,
    Tel: 01525 / 6128318, maxgageik@schachfreunde-geilenkirchen.de

Neuauflage des Trainings

Nach nun fünfwöchiger Pause ist erstmals wieder ein Training angesetzt. Wie gewohnt wird es in der Gelben Seiten Bar um 12.00 Uhr statt finden – dieses Mal jedoch mit einem besonderen Gast: Max von den Schachfreunden Geilenkirchen ist sehr daran interessiert, als Trainer bei uns einzusteigen. Er freut sich auf jeden von euch, daher bitte ich um zahlreiches Erscheinen! Ich freue mich natürlich auch…