Ketsch Me If You Can

Wir hätten uns gerne dieser Herausforderung gestellt. Leider kam es nicht dazu. Die Ketscher fanden unser Spiellokal nicht. Zumindest nicht in der vorgegebenen Karenzzeit, basierend auf der Turnierordnung des Badischen Schachverbandes.
11:00 Uhr ist dabei noch nicht einmal leicht verspätet. Um 10:35 Uhr hätten wir uns sicherlich noch auf einen sportlichen Wettstreit eingelassen. Warum man, im Zeitalter der mobilen Telefone, nicht rechtzeitig interveniert, wird für uns ein Geheimnis bleiben.

Kampflos 8:0 gewonnen.

Schachliche Leckerbissen gab es trotzdem an diesem Sonntag zu bestaunen. In uBu Manier zogen wir sofort weiter ins Vogelbräu. Nachdem jeder seinen Frühschoppen orderte, gingen die Blitzduelle los.
Highlights waren dabei ein verlaufener Gaul auf a5 ( darfst gerne was dazu sagen Balli ), der folgerichtig in der Abdeckerei landete. Ein Schwarzfahrer, der kurz vor seinem Ziel noch erwischt wurde und die kaum zu knackende „Bulgarische Verteidigung“! Der Schachlaie kann sich darunter vorstellen, als würde man den Mannschaftsbus vor dem eigenen Tor parken, während die gegnerische Mannschaft pausenlos vergebens zum Torerfolg kommen möchte.

Trotz des versöhnlichen Ausklangs im Vogelbräu, stimmt mich die aktuelle Zusammensetzung der Bereichsliga Nord 3, nachdenklich. Die Zweiklassengesellschaft kann man nicht wegdiskutieren. Die bisherigen Mannheimer Vereine ( Kurpfalz ausgenommen ) traten maximal zu Sechst gegen uns an, wobei die letzten Bretter jegliches Niveau, welches eigentlich in dieser Spielklasse vorausgesetzt werden sollte, vermissen ließen.
Neureut hat die Zeichen der Zeit erkannt und steigt auf – von hier aus Gratulation! Ich denke, die Erfahrungen aus dieser Saison, sollten Motivation genug sein, dem Neureuter Beispiel zu folgen. Mit dieser Erkenntnis stehen wir sicherlich nicht alleine da.

Anmerkung des Presseleiters:

Vielen Dank für die vielen Kommentare,  es wurde nun alles geschrieben!
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14 Gedanken zu „Ketsch Me If You Can

    1. Als Spielleiter des SC Ketsch folgendes:
      Mir ist es unerklärlich,dass man sich nicht auf die Angaben des Ligaheftes
      „Jubez-Studio“ als Spielort velassen kann, sondern sich jedesmal vor einem Verbandskampf im Internet informieren muss, ob gerade ein Umzug stattgefunden hat. Als Tabellenletzter aus dem Raum Mannheim hätten wir gerne mit acht Spiern gespielt. Stattdessen Frust ohne Ende mit einer Irrfahrt durch Karlsruhe (Jubez, Vogelbräu) und einer kampflosen 0 : 8 Niederlage.
      Toller Sonntag!!!

      Grüsse Heinz Sessler
      Spielleiter SC Ketsch

      1. Ja, es war wirklich schade. Ich persönlich wäre auch viel lieber Samstag Abend auf ein Konzert der Starfuckers gegangen und Sonntag morgens ausgeschlafen, anstatt um 07.30 Uhr aufzustehen um dann NICHT zu spielen. Ich entschuldige mich dafür, dass das Jubez seit September unter neuer Leitung Sonntags für Vereine die Türen schließt und es tut mir leid, dass sich die Ketscher maximal dumm angestellt haben. Mir sind auch einige Dinge unerklärlich. Stichwort Vogelbräu: Unser Spieleabend wird auf allen Webseiten stets in einem Atemzug mit dem Heimspiellokal genannt. Wie kommt man auf Vogelbräu, aber nicht auf das Haus der Familie? Wie kommt man nur mit dem Ligaheft bewaffnet an meine Festnetznummer? Wie wurde das Haus der Familie letzten Endes dann doch gefunden? – Nur um die wichtigsten zu nennen. Ich finde es sehr schade, dass nun ein schlechtes Licht auf den SC uBu fällt, obwohl wir alles andere als scharf auf kampflose Punkte sind. Ebenso sehr schade, dass die Ketscher nicht das Beste aus der Situation machten, indem sie meiner Einladung zum Blitzen nachgekommen wären. So war es halt ein „toller“ Sonntag.

        1. Falls anstelle der Festnetznummer die Handynummer angegeben gewesen wäre, hätten wir uns nicht maximal dumm anstellen können!

          Grüsse H.Sessler

          1. Lieber Schachfreund Sessler,
            ich verstehe nicht, warum es da immer nich zwei Meinungen gibt. Die bezirksfremden Brühler und Kurpfälzer fanden unser Spiellokal doch auch. Folgerichtig müssen die irgendetwas richtig gemacht haben. Das Ligaheft geht, soweit ich weiß, im Juli / August in Druck. Ist also ein 3/4 Jahr her. Eine Programmzeitschrift, nehmen wir mal TV 14, geht ca. einen Monat vorher in Druck. Dort wird explizit darauf hingewiesen, dass für Programmänderungen keine Gewähr übernommen wird. Um sicher zu gehen, sollten man den tagesaktuellen Teletext bzw. die Onlineplattform des Senders einsehen. Viell. dient dieser „Fall“ dazu, dass künftige Ligahefte diesen Passus mit einfügen: „Spielortverlegungen können innerhalb der Saison vorkommen. Um sicher zu gehen, frequentieren sie zeitnah vor dem jeweiligen Spieltag die Homepage des betreffenden Vereines oder überprüfen den Steckbrief-Auftritt auf unserer BSV Seite.“
            Unsere Spielortverlegung fand bereits vor dem 1. Spieltag statt! Es gibt, beim besten Willen, keinerlei Argumentation dafür, dass der SC uBu auch nur eine marginale Teilschuld an dem kampflosen Spieltag vom Sonntag trägt. Seien Sie selbstkritisch genug und lernen für künftige Auswärtskämpfe daraus.

    1. Ketsch wäre letztes Jahr schon abgestiegen und ist durch den Simmersfelder Rückzug dringeblieben. Wenn kein neuer Rückzug aus den Bezirken KA/PF dazukommt, wird die Gruppe 3 nächstes Jahr wahrscheinlich mit 7 Mannschaften aus KA und 3 aus MA spielen (letztes Jahr 4/6, dieses 5/5). Auch im nächsten Jahr sind die Mannheimer Mannschaften eher am unteren Ende nach DWZ zu erwarten.

  1. Werter Herr Sessler und lieber SC Ketsch,

    ich mische mich hier mal ein – auch ein wenig stellvertretend für die Partner/innen der anderen uBu-Spieler. Für mich ist es jedes Mal ein großes Opfer, meinen Liebsten für einen Spieltag hergeben zu müssen. Dennoch bringe ich es gerne, denn ich weiß, wie wichtig ihm sein Hobby und seine Vereinsfreunde sind. Dafür nehmen wir übrigens auch eine Anfahrt von über 100 Kilometern (einfache Strecke) in Kauf. Auch die anderen Jungs haben Familie und Freunde und nehmen sich bewusst Zeit für die Wettkämpfe. Wie traurig und frustrierend, wenn dann alles ins Wasser fällt, weil der Gegner nicht rechtzeitig antritt! Von einer engagierten, motivierten und organisierten Mannschaft kann man doch erwarten, dass sie sich fünf Minuten Zeit nimmt, das Spiellokal zu verifizieren oder im Zweifel Kontakt mit dem Gegner aufzunehmen.

    Alles andere ist vor allem eines: beschämend unsportlich!

    1. P.S.: Und dass der SC Ketsch sich nicht zum Blitzen einladen ließ, unterstreicht diese Unsportlichkeit meiner Meinung nach noch. Echt schade.

  2. Ketsch Me If You Can, ein Wortspiel mit sooo einem Bart, da melde ich mal als ein „Betroffener Ketscher“ , wir hätten auch gerne gespielt und machen euch keinen Vorwurf, zu klären wäre nur wann und wo die Spielortverlegung bekannt wurde. Aus Fehlern soll man ja lernen. Auf Krokodilsträner können wir allerdings verzichten, arme Elisabeth, so selbstlos wartet sie Sonntag für Sonntag auf ihren Liebsten, mir kommen die Tränen, zudem hatten wir bei der angegebenen Telefonnummer angerufen, aber die die Dame am Ende der Leitung konnte uns nicht sagen wo ihr Herzallerliebster seinem Hobby nachgeht.
    Dann wünschen wir euch für die nächste Saison viel Glück und wertet mal Meister dann müßt ihr nicht mehr gegen die Gurken aus dem Bezirk Mannheim spielen.
    Um es mit König UBU zu sagen, der Sonntag war für uns und euch “ Schreiße „

    1. Ich weiss nicht wo das Problem ist, am Vortag mal die Aktualität der Adressen und Handynummern zu vergleichen, bevor man zu einem Auswärtsspiel fährt.
      Marcus Krugs Handynummer steht schon ewig auf unserer Webseite

      Dies erwarte ich eigentlich von jedem Mannschaftsführer

      Mit sportlichem Gruss
      Hanno

    2. My 2 Pence…

      Sich auf die Angaben des Ligaheftes zu berufen ist doch wirklich fadenscheinig und unglaubwürdig. Uns allen sollte doch bekannt sein, wie schwierig es für die meisten Schachvereine ist, eine dauerhafte Spielstätte zu etablieren. Das ist übrigens in fast allen deutschen Schachbezirken der Fall (… die „Großen“ eines Bezirks – wie etwa KSF für Karlsruhe – ausgenommen.).

      Was wurde denn seitens Ketsch überhaupt im Vorfeld (und NICHT erst ein paar Minuten vor Wettkampfbeginn!) getan, um die Aktualität der Angaben zum Ubu-Spielort zu prüfen? Ein bisschen mehr Selbstkritik könnte nicht schaden. Wenn Sie, liebe Ketscher Schachfreunde, sich wirklich im Recht sehen, warum legen Sie dann nicht ganz offiziell Protest ein?

      Und zum letzten Post fällt mir nur ein: „Niveau ist keine Hautcreme.“ 😉

    3. Oha. Wann haben wir uns denn von Niveau, Höflichkeit und Anstand verabschiedet? Und ganz nebenbei: auch von Rechtschreibung? Vielleicht hätte ich mich hier nicht zu Wort melden sollen. Mag sein. Schließlich bin ich nur indirekt betroffen. Aber mir war es ein Anliegen, in sachlichen Worten auch mal MEINE Sicht der Dinge darzustellen. Ein Hobby kann nur ausgeübt werden, wenn die zugehörigen Familien die Sache unterstützen, Verständnis dafür haben und gemeinsame Zeit opfern!

      Ihre zynischen Zeilen, Herr Ries, sagen mehr über Sie aus, als Sie denken. Und daher treffen sie mich auch nicht.

      Over and out.

  3. Analog zu einem Ready-made à la Marcel Duchamp reisst Jürgen den Filmtitel aus dem gewohnten Kontext. Während es sich im Original um eine Anrede der Verfolger handelt, so ergibt die Übersetzung von „you“ als unpersönliches „man“ einen neuen Sinn in Kombination mit dem homophonen Ketsch. Daher ist es für mich mehr als nur ein olles Wortspiel, es sei denn, es kommt tatsächlich häufiger vor, dass die Ketscher nicht antreten. In letzterem Falle hätte es wirklich sooo einen Bart, doch ich bin mir sicher, Jürgen wollte das nicht damit sagen.
    Ich hoffe auch, dass so etwas nicht mehr vorkommen wird. Ist halt sehr blöd gelaufen und das Beste ist, sich darüber wie bei einem schlechten Wortwitz oder geistlosen Sketsch zu amüsieren.

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