Sandhausen 2 vs. uBu 2:6

Starker Auftritt des SC uBu gegen Sandhausen 2

von Mathias Guthmann

uBu zeigt sich am Sonntag gegen den Tabellen-Nachbarn aus Sandhausen gut aufgelegt. Das Ergebnis geht auch in dieser Höhe völlig in Ordnung!
Für den kranken Mischa Rausch springt unser sympathischer Neuzugang Herbert Eitel ein, an Brett 2 spielt Zacharias Heck. Nach kurzer Abstinenz besetzt Jürgen Lutz wieder das Brett 4.

Hier die Paarungen:

  1. Wolfgang Weiler vs. Sebastian Bernhard
  2. Zacharias Heck vs. Waldemar Höhler
  3. Marcus Krug vs. Viktor Wall
  4. Jürgen Lutz vs. Dr. Tran Son Do
  5. Wolfang Henn vs. Elmar Bahnmüller
  6. Klaus Brück vs. Jörg Manske
  7. Mathias Guthmann vs. Jan Bergmeier
  8. Herbert Eitel vs. Riccardo Amato

 

Schon nach ca. 60 Minuten Match-Time wird deutlich, dass keines unserer Bretter in Gefahr ist, ganz im Gegenteil, die Stellungsbilder sprechen tendenziell eher für uBu.

An Brett 1 spielt Weiler eine ganz klare Partie, routiniert, inspiriert, sicher, zielorientiert.
Schnelle Entscheidung zu seinen Gunsten.

Bahnmüller und Henn tauschen an 5 munter runter,  oft berauben sich die Gegner in solchen Stellungen mit reduziertem Material ihrer Siegeschancen. So auch hier, eine der wenigen Remisen am Spieltag.

Ein weiteres Unentschieden gibt es in der Begegnung Manske vs. Brück. Dame und Springer unseres Spielers dringen äußerst bedrohlich in die gegnerische Königsstellung ein, gleichwohl fehlt die spielentscheidende Ressource, da Matt in allen Varianten zu parieren ist.

An 4 fühlt sich Lutz gegen Dr. Do Tran Son (ich hoffe ich habe das hier richtig geschrieben) pudelwohl. Lutz darf eine seiner Lieblingswaffen gegen 1.d4 auspacken, wieder einmal erfolgreich!
Viel mehr darf ich aus Gründen der Geheimhaltung hier nicht verraten, nur so viel: Auch gegen 1.d4  darf man eine scharfe Klinge wetzen.

Ganz im Gegensatz zu Jürgen Lutz ist Marcus Krug mit seiner eigenen Eröffnungswahl im Nachhinein alles andere als zufrieden. Diese Gedanken sind jedoch müßig, da er gegen Viktor Wall an 3 eine vielleicht nicht schöne, dafür aber erfolgreiche Partie spielt. Schließlich geht es hier ja um Schach, den Pas de deux aus Schwanensee überlassen wir lieber dem Ballett!

Zacharias Heck lässt an 2 gegen Waldemar Höhler absolut nichts anbrennen.
Schockierend ist nur  die Dauer der Partie. Sollte Zacharias länger als eine Stunde gespielt haben, würde ich ihn bitten, meine unvollständigen Informationen im Kommentarfeld zu ergänzen.
Gerne auch mit eigenen Notizen zu seiner Begegnung, zu sehr war ich mit meinen Zügen beschäftigt.

An 8 lässt Eitel gegen Amato einen Bauern liegen. Danach entsteht ein interessantes Stellungsbild mit 2 gegen 2 Springern. Amatos Rosse sind aktiv, edle Araber, immer wieder fröhlich vor sich hinschnaubend, dagegen wirken Eitels Tiere wie alternde Ackergäule auf dem Gnadenhof.
Und so wundert es nicht, dass Herbert nach Kampf die Waffen streckt.

Schach wesentlich positioneller zu spielen, einer meiner Vorsätze für 2018.
Sichere Eröffnungen, in denen der Gegner nach einer Weile nur noch gedrückt  steht. Die Vorbereitung erfordert Arbeit, lohnt sich aber. Gegen Bergmeier die neuen Stellungsbilder erfolgreich probiert. Die längste Partie des Spieltages,  inklusive 50-Züge Regel.
Mit einem Extraläufer muss man das gewinnen, echt jetzt! Endlich stellt mein Gegner den Turm auf das falsche Feld, gibt sofort danach auf. Probieren Sie es aus, testen Sie was Neues!

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