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Tetris am Fliederplatz

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Tetris am Fliederplatz

von Mathias Guthmann

Die Begegnung zwischen uBu 1 und dem SF Wiesental steht von Anfang an unter keinem guten Stern.
Die Grippewelle fordert ihre Opfer, kurzfristige Absagen treffen die Mannschaft schwer, wirbeln die Aufstellung durcheinander und sorgen damit für Unruhe.
Für mich selbst ist es das erste Heimspiel im Jugendhaus Mühlburg am Fliederplatz. Die Location ist sehr schön, der Nachteil liegt aber am hohen Aufwand für die Spielvorbereitung. Tische und Stühle müssen mühsam umgruppiert werden, bis endlich gespielt werden kann.
Ein Faktor, der von uns allen unterschätzt wird, das Match startet mit Verspätung, gegen 10:15 Uhr.
Die TURNIERORDNUNG des Badischen Schachverbandes e.V hat für solche Fälle eine klare Vorgabe, die im Abschnitt H-2.5 definiert wird. Dort steht:

Kann ein Kampf nicht planmäßig beginnen, so wird die schuldige Mannschaft an allen acht Brettern mit einem Zeitabschlag der gleichen Größe wie der verursachten Verzögerung belegt.

Der Fehler liegt eindeutig auf unserer Seite und so wundert es nicht, dass der Gegner darauf besteht, die Regel umzusetzen, es ist sein gutes Recht. So muss uBu 1 die Uhren korrigieren: 15 Minuten weniger für uns, in manchen Partiesituationen ist das spielentscheidend.

Die Ausgangslage ändert sich, plötzlich haben wir es mit einem Phänomen der Nichtlinearen Dynamik zu tun. Kennen Sie den „Schmetterlingseffekt“?  Bildhaft beschreibt er, wie der Flügelschlag eines Schmetterlings in Brasilien in Texas einen Tornado auslösen könnte.
Dieser kleine Ausflug in die Chaosforschung soll illustrieren, dass kleine Änderungen der Anfangsbedingungen des Systems, sich langfristig auf die Entwicklung des Systems auswirken, für uns äußert sich das unmittelbar mit dem Startverzicht von Brett 1 und dem damit verbundenen Punktverlust.
Ein harter Schlag! Die Entscheidung des Spitzenbretts ist aber streng rational und konsequent, Descartes lässt grüßen.

Schachlich bleibt nur noch wenig zu berichten. Ein schöner Sieg von Zacharias Heck (mit einem gesunden Mehrbauern) und eine tolle Partie von Mischa Rausch. Mischa spielt momentan auf einem fantastischen Niveau, seine Perfomance spricht Bände: 1856 DWZ.

SC uBu 3, SF Wiesental 5

Sandhausen 2 vs. uBu 2:6

Starker Auftritt des SC uBu gegen Sandhausen 2

von Mathias Guthmann

uBu zeigt sich am Sonntag gegen den Tabellen-Nachbarn aus Sandhausen gut aufgelegt. Das Ergebnis geht auch in dieser Höhe völlig in Ordnung!
Für den kranken Mischa Rausch springt unser sympathischer Neuzugang Herbert Eitel ein, an Brett 2 spielt Zacharias Heck. Nach kurzer Abstinenz besetzt Jürgen Lutz wieder das Brett 4.

Hier die Paarungen:

  1. Wolfgang Weiler vs. Sebastian Bernhard
  2. Zacharias Heck vs. Waldemar Höhler
  3. Marcus Krug vs. Viktor Wall
  4. Jürgen Lutz vs. Dr. Tran Son Do
  5. Wolfang Henn vs. Elmar Bahnmüller
  6. Klaus Brück vs. Jörg Manske
  7. Mathias Guthmann vs. Jan Bergmeier
  8. Herbert Eitel vs. Riccardo Amato

 

Schon nach ca. 60 Minuten Match-Time wird deutlich, dass keines unserer Bretter in Gefahr ist, ganz im Gegenteil, die Stellungsbilder sprechen tendenziell eher für uBu. Sandhausen 2 vs. uBu 2:6 weiterlesen

uBu mit knapper Niederlage gegen Walldorf 3

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2 Spieltage, 2 Niederlagen, alles andere als ein optimaler Saisonstart, allerdings traf man in beiden Begegnungen auf sehr starke Gegner, mit Eppingen sogar auf einen Aufstiegskandidaten. Am Sonntag Heimspiel gegen Walldorf 3,  sehr gutes Team, erfahren, kampfstark.

von Mathias Guthmann

An 4 spielt Henn gegen Barker mit 2 Plusbauern in aussichtsreicher Stellung. Ein Blick auf das Brett verrät uns,  dass der Drops hier gelutscht sein könnte. Barker hält aber dagegen, findet genaue Züge, während Henn peu à peu den Faden verliert und die gewonnene Stellung in ein Remis abdriftet. Schade, da war mehr drin.

Weiler an 1 gegen den starken Peter Schell (DWZ 2016). Ein bekanntes Gambit! Weiler wählt eine unbekannte Nebenvariante, weicht von der Theorie ab, überrascht damit seinen Gegner. Schell stellt prompt eine Figur ein. Unser Brett 1 sichert alles ab, zentralisiert seine Figuren und führt die Partie geradlinig zum siegreichen Ende.

An 3 Lutz gegen Ivanov. Mit den schwarzen Steinen erzwingt Jürgen Lutz ein vorteilhaftes Endspiel mit 2 Türmen und 2 Extrabauern gegen Springer, Läufer und Turm. Sieht sehr gut aus. Ivanov ist aber ein starker Gegner, hält dagegen. Nach einer Ungenauigkeit rückt ein Sieg plötzlich in weite Ferne. Das Remis wird dann später von der Computeranalyse bestätigt.

An 7 spiele ich gegen Markus Päuser viel zu schnell, ziehe die Figuren unrhythmisch über die Felder. Übersehe einen Doppelangriff der gegnerischen Dame auf 2 Bauern, muss einen davon abgeben um überhaupt noch im Spiel zu bleiben. Streue noch einen Fehler strategischer Natur ein, verliere dann deutlich.

An 2 Krug gegen Cora Hartmann. Eine taktische Partie, die schon nach relativ kurzer Zeit theoretisch entschieden ist, Cora versucht natürlich noch alles. Zwischenzeitlich muss sie sich von einem Turm trennen und ihr König ist auf der Grundlinie allen möglichen Attacken ausgeliefert. Zum Schluss wird er auf das freie Feld gelockt, wo man ihm den Coup de grâce versetzt.

Neuzugang Herbert Eitel hält sich an 8 gegen Andreas Trinkl eine Zeit lang ganz prima. Allerdings verflüchtigen sich im Laufe der Partie einfach zu viele Bauern, lösen sich sozusagen in Rauch auf, damit verdampfen natürlich auch die Siegchancen, Trinkl gewinnt.

Mischa Rausch an 5 mit Chancen gegen Leo Heimann. Ein falscher Zug und es droht Dauerschach.  In solchen Stellungen muss man ganz tief reinzuschauen um einen kreativen Gedanken zu entwickeln. Zugegeben, so etwas hängt oft von der Tagesform und der Konzentrationsstärke ab. Deswegen am Ende: Remis

Schließlich noch Brück gegen Trebels an 6. Klaus Brück spielt zunächst gutes Schach und erarbeitet sich eine perspektivische Stellung. Bei einer Umgruppierung unterläuft ihm aber ein Rechenfehler der ihm schließlich 2 Bauern und die Partie kostet, wie schade!

In den nächsten Begegnungen gilt es zu punkten.
Bisher fehlte uns gegen zugegebenermaßen sehr starke Gegner leider das wichtige Quäntchen Glück.

Ubu 3.5, Walldorf 3  4.5

Super-Sonntag für uBu

Am Ende Platz 3

Abschlusstabelle Bereichsliga Nord 4
Abschlusstabelle Bereichsliga Nord 4
uBu darf sich über eine erfolgreiche Saison freuen, die am vergangenen Sonntag mit einem Heimspiel im Haus der Familie zu Ende ging.

von Mathias Guthmann
Die erste Mannschaft traf auf die Schachfreunde aus Simmersfeld, ein Spiel um die Goldene Ananas. Ein paar Randnotizen zur Begegnung: Weiler an 1 mit Niederlage, trotzdem an dieser Stelle einen Riesen-Dank an unser Brett 1, Weilers ruhige Ausstrahlung  und sein Kampfgeist waren  für mich persönlich die ganze Saison hindurch sehr inspirierend.

An 2 Krug mit Sieg, Zacharias Heck an 3 mit Remis. Heck hat bei uns eingeschlagen wie eine Bombe, souveräne Siege, stets mit technischer Finesse zu Ende geführt, großer Zugewinn für die Equipe. Jürgen Lutz mit Sieg an 4, ebenso Guthmann an 5, Kühner gewinnt kampflos.

Endergebnis: 4½ : 1½

uBu 2 steigt in die A-Klasse auf

Abschlusstabelle Kreisklasse B
Abschlusstabelle Kreisklasse B

Ganz anders die Situation für uBu 2, eine spannende Begegnung die sich zum Herzschlag-Finale entwickelt. Es geht gegen die praktisch schon abgestiegenen Dettenheimer.

Vor dem Spieltag liegt ubu 2 auf Platz 3, knapp davor Odenheim, dahinter in Lauerstellung die Schachfreunde aus Neureut.  Aus eigener Kraft ist der Aufstieg nicht möglich, die Mannschaft braucht Schützenhilfe.

Voraussetzung ist natürlich ein Sieg, Odenheim muss irgendwie auf den letzten Metern abgefangen werden,  Neureut hat einen Mannschaftspunkt weniger, will aber noch ein Wörtchen mitreden.
An den Brettern schon vor Anpfiff ein klarer Vorteil für unsere Jungs, Dettenheim nur mit 5 Spielern am Start, der totale Wahnsinn!
Kampflos gehen die Punkte an Bischoff, Schirm und Schrader, däumchendrehenderweise dürfen sie das Geschehen verfolgen, haben aber die ganze Saison hindurch schon glänzende Vorarbeit geleistet.

Schneider, Ballester und Gageik mit schönen Siegen, Maciejewski kommt in die Bredouille und muss den einzigen Punkt des Tages abgeben, macht nichts, Mund abwischen und weiter geht es.
An Brett 1 steht Youngster Mischa Rausch vor der Niederlage, trotz einiger Gelegenheiten verpasst sein Gegner Malte Scholl aber den Knock-Out, Mischa bestraft das und dreht das Ding zu seinen Gunsten, passt zum Spieltag wie Faust aufs Auge.

Nun heißt es abwarten und Pils trinken, Kaiserwetter im Vogelbräu. Das gut funktionierende Spionage-Netz des SC uBu leistet an diesem Sonntag ganze Arbeit, noch vor der offiziellen Bekanntgabe sickern erste Gerüchte durch, es wird von einem knappen Sieg der Neureuter gesprochen. Diese zunächst noch unbestätigten,  schwammigen News verdichten sich, endlich dann das Endergebnis auf der Website des BSV,  uBu 2 mit Captain Hanno Schirm schafft den Aufstieg in die A-Klasse und hängt die direkten Konkurrenten im Fotofinish ab, Toor, Toor, I werd narrisch!

Endergebnis: 7 : 1

Jetzt wird erst einmal gefeiert und nächste Saison gehts  dann frisch in die A-Klasse, dort wird sehr gutes und spannendes Schach gespielt. Bravo uBu 2!

Verwirrung um FIDE-Präsident Ilyumzhinov

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Die FIDE führt ihren Leitspruch gens una sumus einmal mal mehr ad absurdum.

von Mathias Guthmann
Gestern konnte man auf der offiziellen Präsenz des Weltschachverbands die Nachricht lesen, dass der langjährige Präsident der Fide,  Kirsan Ilyumzhinov,  seinen Rücktritt erklärt hätte. Seit über 20 Jahren führt der Kalmücke die Amtsgeschäfte als Nachfolger von Florencio Campomanes, der 1995 wegen Unregelmäßigkeiten finanzieller Natur zurücktreten musste.
Allerdings hielt sich die Nachricht nur wenige Stunden, der Russische Schachverband dementierte prompt. In seiner Stellungnahme betonte Ilyumzhinov, dass es sich  ganz klar um Gerüchte oder Fehlinformationen handelt, von einem Rücktritt wäre nie die Rede gewesen.
Ilyumzhinov ist bestens vernetzt, schon während seines Studiums in Moskau verschaffte er sich gut funktionierende Kanäle in höchste russische Kreise. Der umtriebige Kalmücke hat keine Berührungsängste, zu seinen Bekannten zählten auch Sadam Hussein und Muammar al-Gaddafi, beiden wurde bekanntlich ein unrühmliches Ende zuteil.
Es darf nun nach Herzenslust spekuliert werden, nach aller Erfahrung wird es aber keine eindeutige Klärung des Sachverhalts geben.