Schach bei -20°C

Schach bei -20°C

Nick McNaught aus Toronto gehört zu Unbounded, das ist eine Gruppe von Menschen, die ihre Disziplin durch Extremsituationen gerne einmal auf die Probe stellen.

In einem Instagram-Video sind McNaught und sein Freund zu sehen, wie sie eine fünfminütige Schachpartie spielen, während sie bis zum Hals im gefrorenen Oak Lake stehen.

Nick liebt kaltes Wasser, sehr kaltes Wasser! Diese Blitzpartie fand bei -20°C statt.

Auf die Frage eines Reporters, wie sich das denn anfühlt, antwortete der Kälteliebhaber:

„Wenn man in das Wasser springt und das erste Mal eintaucht, gibt es diesen anfänglichen Schock und sehr viel Adrenalin“, sagte er.

Man muss die ersten zwei Minuten durchstehen, dann ändern sich plötzlich die Dinge.

„Es ist ein sehr intensiver Kampf zwischen Körper und Geist, und anfangs versucht man nur zu entkommen“, beschrieb er.

„Wenn man in der Lage ist, mit dem schrecklichen Gefühl umzugehen, entsteht ein meditativer Prozess und man findet seinen Frieden.

Er erwähnte auch, dass er offen für weitere Spiele im Wasser, inmitten des Eises ist.

„Vielleicht wird es beim nächsten Mal Poker“, sagt er lachend.

Mathias

Über den Autor: Mathias Guthmann schreibt unter anderem für kulinarische Zeitschriften und den Schachsport. Seine Essays und Kurzgeschichten haben eine hohe Reichweite und werden in verschiedensten Fachmagazinen, auch international, publiziert. In der freien Wirtschaft berät der Autor eine Firma zu PR-Strategien.

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