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Turniere

Dr. Jekyll und Mr. Hyde

oder Two-Face, Saulus und Paulus usw., ich könnte berühmte Beispiele der Verwandlung vom Guten zum Bösen endlos fortsetzen, aber Sie wissen nun worauf ich hinaus möchte, liebe Leser.

ein persönlicher Bericht über das Grenke Chess Open 2018 von Jürgen Lutz

Tatsächlich habe ich den inneren Twist bereits lange vorher, ehe die Grenke Chess Open 2018 in Karlsruhe beginnen.
Spiele ich das A-Open oder das B-Open? Ich befinde mich nämlich in der (un-) komfortablen Lage, dass ich für beide Turniere spielberechtigt bin. Ich wäge also ab. Dr. Jekyll und Mr. Hyde weiterlesen

Pokalerfolg

Bereits am 05.10 spielten wir unsere Erstrundenpartie im diesjährigem Mannschaftspokal gegen den SK Jöhlingen. In den letzten beiden Jahren scheiterten wir im Pokal aufgrund der Berliner Wertung. Daher war das Ziel klar: diesmal wollten wir es schaffen in die nächste Runde einzuziehen, ohne auf diese Feinwertung angewiesen zu sein. Um dies zu erreichen spielten Marcus, Wolle, Klaus und Ich. Diese starke Aufstellung, vor allem an den ersten drei Brettern, sollte sich auszahlen. Marcus, Wolle und Klaus gewannen ihre Partien jeweils, so dass meine Niederlage nicht allzuschwer wog.

In der nächsten Runde spielen wir gegen den SC Karlsdorf, dort mussten wir uns letzte Saison in der ersten Runde knapp geschlagen geben. Daher ist die Motivation groß es diesmal besser zu machen.

Licht und Schatten im Pokal

Gestern ging es im Pokal gegen die Schachfreunde aus Karlsdorf. Unsere Aufstellung:
1. Marcus Krug, 2. Mathias Guthmann 3. Thomas Ballester und 4. Moritz Kühner.

An dieser Stelle zunächst einmal ein ganz großes Dankeschön an unseren neuen Vereinskollegen Thomas Ballester, ohne seine spontane
Zusage am Kampf teil zu nehmen, und ohne seine fahrerischen Künste wäre unser Auftritt in Karlsdorf ein logistischer Kraftakt geworden.
In seiner Eigenschaft als Feinschmecker brachte er sogar eine Box mit Dampfnudeln und Zwetschgenkuchen mit, mmh!
Mit leichter Verspätung erreichten wir das Karlsdorfer Spiellokal, es befindet sich recht abgelegen am Waldesrand, direkt im ortsansässigen Kleintierzuchtverein. Licht und Schatten im Pokal weiterlesen

Blitznotiz

Mit Mathias, zwei mal Wolle und mir versuchten wir gestern unser Glück beim Ersinger Mannschaftsblitz. Gerhart chauffierte uns und unterstützte das gesamte Turnier über unser Team moralisch. Leider bekamen wir ein wenig die Tücken des Schweizer Systems zu spüren und verpassten knapp den ersten Platz in unserer Klasse. Nach gutem Start spielten wir stets gegen die Topmannschaften von oben. So ist es zu erklären, dass wir uns am Ende mit knapp weniger Brettpunkten(!) hinter Zeutern oder auch Slavia wieder fanden. Der Mannschaft aus Zeutern sei die Titelverteidigung selbstverständlich sehr  gegönnt, etwas deprimierend ist nur, dass wir sie im direkten Duell knapp mit 3-1 besiegten, gegen Slavia gelang uns mit einem glücklichen Remis sogar ein 3.5-0.5. In Anbetracht der Tatsache, dass wir gegen die ersten fünf Mannschaften der Endplatzierung verlieren durften, sind elf abgegebene Mannschaftspunkte gar nicht so schlecht…Die Endtabelle findet man auf der Webseite der KSF.

Lost in Nordhausen

Am 31.07. macht sich eine Expedition, bestehend aus  drei Ubuianern und einem Pfinztaler, gen Nordhausen ( Thüringen ) auf, um auf und außerhalb der 64 Felder ihren Spass zu haben! Während Stephan und Jürgen dieses Programm bereits seit 2008 fahren, gesellen sich heuer die beiden anderen dazu.

v.l.n.r. Jürgen, Marcus, Moritz und Stephan

Bei Musikbeschallung zu Johnny Cash, einer Blindschachpartie zwischen Jürgen und Marcus und einer längeren Verpflegungs- bzw. Pinkelpause fahren wir gut gelaunt die 500 km Richtung Norden ab.

Nach 5 Stunden Autofahrt, teilweise erschöpft und totgesessen, kommen wir endlich im Hotel an. Kurz eingecheckt, ordert uns Jürgen gleich an die Badehose einzupacken, um im Badehaus die müden Knochen auszuspannen und den chilligen Teil des Tages anzugehen.

wahre Liebe?
Wasserspielzeug haben wir genug ^^
Jürgen sieht etwas, das ihr nicht seht! ^^

 

 

 

 

 

 

Am nächsten Tag steht seightseeing in Nordhausen an. Die berühmte Schnapsbrennerei, bei der sich uns ein Urzeit-Tier in den Weg stellt, der Petersberg, das Gelände der ehemaligen Landesgartenschau, sowie die Altstadt werden abgelatscht!

Ist der Zug Pils schlägt d5 legal?!
Jäger und Sammler 🙂
Die drei Stooges!
Seltsame dreiköpfige Wesen treiben an der Stadtmauer ihr Unwesen

 

 

 

 

Boxenstopps hier und da an diversen Biergärten, damit der Durst gestillt wird. Abends  hängen wir in unserer Stammkneipe, dem Cafe Central, ab.

 

 

 

 

Mittwoch steht Zeitgeschichte an. Wir besichtigen das ehemalige KZ Mittelbau-Dora, welches unweit von Nordhausen liegt. Obwohl wir alle bereits in solchen Lagern waren und die Greueltaten der Nazis bekannt sind verschlägt es uns, aufgrund der Eindrücke, mehr oder minder die Sprache. Jeder reflektiert für sich das Gesehene und die Stimmung, welche tags und nachts zuvor partymäßig und voller dummer Sprüche geprägt war, ist seltsam ruhig und nachdenklich.

Eingang
Appellplatz
Krematorium mit Mahnmal für die Opfer

 

 

 

 

 

Der Abend läuft dann auch ruhiger ab, da am nächsten Morgen das Open beginnt.

Nordhausen, Donnerstag Morgen 8:32 Uhr, wir sitzen beim Frühstück! Jeder stärkt sich auf seine Art, alle vier sind noch guter Dinge das Turnier betreffend. Die turniererfahrenen Jürgen, Marcus und Stephan schaufeln sich unbeeindruckt den Wanzt voll, während der Turnierneuling Moritz etwas nervöser mit Eiern und Brötchen agiert 🙂

Bilanz um 20:44 Uhr, die ersten beiden Runden sind gespielt:

Stephan 1,5 aus 2; Marcus 1 aus 2, Moritz 1 aus 2, Jürgen 0 aus 2! Für Stephan und Moritz ein positiver Beginn, für Marcus und insbesondere Jürgen ein desolater Start!

Freitag, nach Runde drei und vier: Marcus 3 aus 4, Stephan und Jürgen 2 aus 4, Moritz 1 aus 4. Marcus und Jürgen erspielen sich zwei Pflichtsiege, Stephan erkämpft sich ein Remis und Moritz muss gegen zwei stärkere Gegner Lehrgeld zahlen.

Am Samstag dann die Runden fünf und sechs: Marcus mittlerweile bei 5 aus 6, Jürgen bei 4 aus 6, Stephan bei 3,5 aus 6 und Moritz 2 aus 6. Man beachte den Zwischenspurt von 4 aus 4 bei Marcus und Jürgen, während Stephan sich auch wieder erholt hat. Nur Moritz hat bereits konditionelle Schwächen und muss der Härte eines solchen Turnieres Tribut zollen.

 

 

 

 

Am Abend dann mal wieder der Besuch in unserem Stammlokal, dem „CC“. Auf den Bildern gut zu erkennen, dass manch einer bereits auf der letzten Felge fährt ^^.

Beim Ausblick auf die morgige letzte Runde geht es bei Marcus sogar um die Preisränge ( sollte er punkten ) und bei Jürgen und Moritz um den halbwegs versöhnlichen Abschluss ( sollten sie gewinnen ). Stephan ist bis dato zufrieden und im Soll.

Nordhausen, So der 05.08. um 8:45 Uhr: Moritz und Marcus hetzen Richtung Spielort um pünktlich am Brett zu sitzen, während Stephan und Jürgen sich noch den Mund nach dem Frühstück abwischen und ca. 10 Minuten später nachkommen.

Marcus hat es am 2. Brett mit einem FM zu tun, gegen den es „nur“ gilt Remis zu halten und die Fleischtöpfe mit den Geldpreisen winken. Jürgen sitzt an Brett 14 gegen einen jungen, unberechenbaren Gegner, der noch verpennter als er aussieht! Stephan darf sich mit einem 12-jährigen Mädel messen, während Moritz an den hinteren Brettern sein Turnier noch irgendwie retten will.

Die erste Null kommt von Moritz, der  in vorteilhafter Stellung den Faden verliert und die Segel streichen muss. Stephan kann gegen die ausgeprägten Theoriekenntnisse seiner Gegnerin nichts entgegen setzen und muss ebenfalls aufgeben. Marcus ist dem Remis nahe, verteidigt sich aber zu aktiv, anstatt ein passives Abfangnetz zu kreiren und streicht  bald darauf auch die Segel. Holt Jürgen als einziger was zählbares? Nein! Auf den ersten Blick zwar optisch überlegen, bekommt sein Gegner mit zunehmender Dauer immer mehr Oberwasser. Trotz einiger taktischer Fallen fährt sein Gegner den Sieg letztlich sicher nach Hause.

Turnierergebnisse

Trotz des minder erfolgreichen letzten Tages lassen wir uns den Spass nicht nehmen, was die folgenden Bilder zeigen 🙂

mit Schachfreund Torsten „Schradi“ Schrader 🙂
Feierabendbier!
Prost uBu!
wenn schon nicht am Brett, dann wenigstens hier Luftsprünge!
botanische Sensation, uBu-Baum entdeckt???
wird da einer untreu?! ^^

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nordhausen 2012 war dennoch eine super Woche!