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Verbandsrunde

Mission Impossible

Wir durften am 1. Spieltag gleich zum Branchenprimus nach Eppingen reisen. Deren „Dritte“ stieg letzte Saison aus der Landesliga ab. Aufgrund ihrer Kaderstärke wäre alles andere als ein direkter Wiederaufstieg  eine Enttäuschung für die Kraichgauer.

von Jürgen Lutz

Somit war uns bereits vor dem Spieltag klar, dass dies ein ganz schwerer Brocken werden dürfte. Positiv stimmten uns dennoch zwei Dinge. Zum einen debütierte unser starker Neuzugang José, zum anderen traten wir auch an den anderen Brettern nahezu in Bestbesetzung an.

Und tatsächlich sah es zwischenzeitlich, aufgrund der Partieverläufe, so aus, als könnten wir etwas zählbares aus Eppingen mitnehmen. Leider kam es dann doch anders…

Zunächst gingen wir mit 0:1 in Rückstand. Zacharias ( Brett 3 ) hatte sich taktisch „versprochen“ und musste die Segel streichen. Gegen einen so starken und erfahrenen Gegner ist dies aber kein Beinbruch!

Danach gabs ein Remis durch Klaus ( Brett 8 ). Er neutralisierte mit Schwarz Stellung und Brett und somit schipperten beide in den Remishafen.

Zu diesem Zeitpunkt standen wir aber an den Brettern 1 ( Wolfgang ) und vor allem 5 ( meine Wenigkeit ) und 6 ( Wolle ) klar besser. Außerdem wussten wir, dass Marcus ( Brett 4 ) immer für einen Sieg gut ist. Somit wäre viell. sogar ein 4,5 : 3,5 für uns drin gewesen, da die restlichen Bretter ausgeglichen standen.

Aber die Zähigkeit der Eppinger, ein Produkt aus Spielstärke und Erfahrung, machte uns dann doch einen Strich durch die Rechnung.

Jedoch waren zunächst wir mit jubeln dran. Wolle gelang heute, an Brett 6, eine taktische Meisterleistung, welche er in einem sehenswerten Königsangriff vollendete – Ausgleichstreffer!

Nachdem ich den „Totschlag“ am Brett nicht fand, die Figuren meines Gegners waren paralysiert, ebenso stand seinem Monarchen das Wasser bis zum Halse, wickelte ich aus einer Gewinnstellung falsch ab und es entstand eine Stellung aus zwei Türmen, Läufer und 4 Bauern gegen Dame, Springer und 3 Bauern. Objektiv muss ich sagen, dass die resultierende Stellung für mich verloren gewesen wäre, aber mein Gegner revanchierte sich und ließ mich ins Dauerschach entkommen. Vermutlich hatten beide heute nicht den ganzen Punkt verdient, somit war das Remis vermutlich ein gerechtes Endprodukt.

Jetzt, beim Stand von 2:2 lief dann binnen einer halben Stunde leider alles gegen uns. Nacheinander verloren Wolfgang ( 1 ), José ( 2 ) und Mischa ( 7 ). Dabei erging es Wolfgang ähnlich wie mir, er fand einfach nicht den „letzten“ Zug, der die Partie zu seinen Gunsten entschieden hätte. Stattdessen wurde er sogar noch ausgekontert und musste aufgeben.

José wehrte sich lange mit Schwarz gegen seinen erfahrenen und starken Gegner. Leider konnte auch er seine Stellung nicht halten und musste letztlich die Niederlage eingestehen. Er hatte heute einfach ein undankbares Debüt, indem er gleich einen so dicken Brocken vorgesetzt bekam. Er wird seine Punkte für uBu noch holen, da bin ich mir ganz sicher!

Mischa wehrte sich tapfer und aktiv im Endspiel, viell. wäre bei völliger passiver Erwiderung der halbe Punkt drin gewesen ( die nachträgliche Analyse wird es zeigen ), letztlich brachte jedoch sein Gegner das Endspiel nach Hause.

Beim Stand von 2:5 gegen uns spielte nur noch Marcus an Brett 4. Er hatte, aus meiner Sicht, ein vorteilhaftes Springerendspiel mit Bauern auf dem Brett. Vor allem dank eines starken Freibauern sah ich viel Potential, dass er seinen Gegner noch lange und erfolgreich kneten könnte. Zur Verblüffung aller ließ Marcus jedoch den Abtausch selbigem zu und die Partie verpuffte schnell ins Remis. Letztlich ein ungefährdetes Schwarzremis, also kein Weltuntergang.

Mit 2,5 Brettpunkten ging es dann wieder zurück nach Karlsruhe. In meiner Wahrnehmung war die Niederlage einen Tick zu hoch, wenn auch verdient.

Hier noch die Einzelergebnisse im Überblick:

SC Eppingen 3 1988 SC uBu Karlsruhe 1851 5,5 2,5
Sandmeier, Toni 2149 Weiler, Wolfgang 1954 1 0
Dekan, Hans 2103 Blanco Villalba, José Francisco 2135 * 1 0
Heinl, Achim 2026 Heck, Zacharias 1772 1 0
Gass, Ulrich 1998 Krug, Marcus 2076 1/2 1/2
Seiler, Josef 1985 Lutz, Jürgen 1863 1/2 1/2
Götz, Markus 1953 Henn, Wolfgang 1893 0 1
Frenznick, Thomas 1849 Rausch, Mischa 1613 1 0
Geiger, Wolfgang 1838 Brück, Klaus 1787 1/2 1/2

* Fide Elo

 

TV Neuenbürg – SC uBu 3:5

Hoch den Krug!

HochdenKrug

Die Überschrift des Mannschaftskampfes gegen Neuenbürg konnte nur einem gewidmet werden – unserem Mannschaftscaptain Marcus Krug.

von Jürgen Lutz

Krug legte eine wohlschmeckende *Zukertort Partie hin! Seine, mit den schwarzen Steinen, geführte Partie an Brett 2 war wirklich wie aus einem Zuckerguss. Ästhetisch für den Außenstehenden, im Gegenzug kompromisslos präzise für den Gegner. Im Eiskunstlauf gäbe es dafür die Höchstnote 6,0, welche mit perfekt und fehlerlos deklariert wird.

Doch was machten unsere anderen Bretter?

Brett 1, Wolfgang Weiler: Er knetete mit einer störrischen Ruhe seinen Gegner fünfeinhalb Stunden durch. Es war die letzte noch laufende Partie, zu diesem Zeitpunkt stand es 3:4 zu Gunsten für uns. Er hätte jederzeit das Remis annehmen können, wir hätten dennoch den Mannschaftskampf gewonnen, aber er zeigte allen  seine Technik, gepaart mit taktischer List und gewann seine Partie!

Brett 3, Wolfgang Henn: Wolle durchlebte während seiner Partie wohl ein Wechselbad der Gefühle. Zunächst klar besser gestanden, dann den Vorteil wieder hergegeben und unklar ob´s zum Sieg reicht. Letztlich kam er zum Remis, was im Kontext zur Mannschaft völlig in Ordnung war, da sich bereits unser Sieg abzeichnete.

Brett 4, der Autor dieser Zeilen: So richtig enttäuscht war ich erst, als ich Sonntag abends, mit Hilfe der Schachsoftware Fritz, meine Partie analysierte. Ich bekam die ernüchternde Bestätigung, dass mein Endspiel tatsächlich gewonnen ist! Ich spielte, mit Schwarz, eine grundsolide Verteidigung. Nach dem Blutbad auf e5, wo sich gefühlt das halbe Brett abtauschte, hatte ich locker den Anzugsvorteil meines Gegners ausgeglichen. Seine Aura signalisierte mir auch mehrfach, dass er einem Remis nicht abgeneigt wäre. Ich spielte jedoch weiter, ganz im Sinne Carlsen´s, und versuchte mit Pressing in ein gewonnenes Endspiel zu münden. Just in dem Moment, als mir dies gelang, schaute ich nicht lange genug in die Stellung und zog a´Tempo den naheliegendsten Zug, der leider nur zum Remis reichte. Wirklich ärgerlich, da ich nachträglich betrachtet, absolut begründet weitergespielt habe und den Sieg auf der Hand hatte.

Brett 5, Klaus Brück: Hier waren wir wohl alle überrascht, das Klaus an diesem Tag die Waffen strecken musste! Normalerweise ist Klaus mit Weiß eine Bank, da brennt nicht viel an. Vermutlich war es eine ungewohnte Stellung, die sich aus der Eröffnung heraus entwickelte und Klaus daneben greifen ließ. Jeder kennt das, es gibt Stellungstypen die einem einfach nicht liegen, da kann dann sowas schonmal passieren. Klaus wirds wieder besser machen, das ist außer Frage!

Brett 6, Mathias Guthmann: Hier komme ich gleich zum Schluss; eine listige, bekannte Taktik rettete Mathias das Remis! Sein Gegner, der gerade seinen Bauern zur Dame umwandelte, übersah im sicheren Glauben des Sieges, diese taktische Pointe völlig! Mathias König stand auf Patt, seine Bauern waren blockiert, nur noch der Turm konnte ziehen. Also was macht man in dieser Situation? Richtig, man wirft ihn dem gegnerischen König zum Fraß hin, gepaart mit einem Schachgebot! Versucht der König dem Turm zu entkommen, verfolgt dieser ihn bis ans Ende der Welt. Klasse von Mathias, der natürlich genau auf dieses Szenario die Züge davor ausrichtete!

Brett 7, Mischa Rausch: Unser Jüngster, mittlerweile nicht mehr aus der Ersten wegzudenken, kam zu einem schönen Weißsieg. Seine taktisch angelegte Partien gefallen mir jedes mal aufs neue. Ein überzeugender Sieg von Mischa!

Brett 8, Moritz Kühner: Nach 18 Zügen war hier bereits Remisschluss, ein friedliches Großmeisterremis? Nein, die Kurzpartie war voller Energie, taktisch hochinteressant und besser für Moritz – und das mit Schwarz!

Hier die Stellung, nach dem 13. Zug von Weiß, Dd1-g4

Klarmann-Kühner

Moritz konterte mit … 13. Sxe5!, was ein loderndes Feuer auf dem Brett entfachte! Nach 14. Dxg7 Sxd3 + 15. Kd1 Sb2 + 16. Ke1 Sd3 + 17. Kd1 Sb2+ 18. Ke1 Sd3+ wurde das Kind in der Wiege zum Remis geschaukelt.

Letztlich ein ungefährdeter Sieg für uns, so kann es gerne weiter gehen.

Hier noch die Einzelergebnisse im Überblick:

1 Dieterle,Patrik 1917 Weiler,Wolfgang 1996 0 1  
2 von Ehr,Martin 1902 Krug,Marcus 2021 0 1  
3 Dathe,Christian 1823 Henn,Wolfgang 1871 ½ ½  
4 Klarmann,Klaus 1818 Lutz,Jürgen 1868 ½ ½  
5 Hermann,Ulrich 1665 Brück,Klaus 1845 1 0  
6 Gehring,Lutz 1658 Guthmann,Mathias 1577 ½ ½  
7 von Wilke,Andreas 1501 Rausch,Michael 1500 0 1  
8 Klarmann,Simon 1500 Kühner,Moritz 1417 ½ ½  
 

 

* in Anlehnung an den polnisch-deutschen Schachmeister Johannes Hermann Zukertort   1842 – 1888

 

 

SC uBu – SF Illingen 4,5:3,5

„Irgendwo falsch abgebogen…“

erläuterte Wolles Gegner in der Post-mortem-Analyse, nachdem er kurz zuvor auf die „Weiterfahrt“ verzichtete. Diese Einschätzung bringt es ganz gut auf den Punkt. Wolle kam tatsächlich recht früh, in der Partie, auf die Überholspur und blieb auf dieser bis zum Schluss. Ich könnte es auch als einen Einbahnstraßensieg bezeichnen. 1:0 für uBu nach ca. zweieinhalb Stunden durch den Schwarzsieg von Wolle an Brett 3.

In unserem Team fehlten verletzungsbedingt Klaus, der immer für ein Tor gut ist, sowie Mannschaftskapitän Marcus, der, auf eigenen Wunsch, ein Spiel pausierte. Er war dennoch vor Ort und gab moralische Unterstützung, eben wie es sich für einen Captain gehört! Somit fehlten uns zwei Goalgetter, es mussten also andere die Tore schiessen!

Nach Wolles Führungstreffer hätten wir eigentlich Sicherheit gewinnen müssen, leider kam es ( wie so oft beim Sport ) jedoch anders. Den Gästen aus Illingen gelang der Ausgleichstreffer an Brett 8. Rodrigo, der eigentlich ganz gut aus der Eröffnung rauskam, verzettelte sich im Mittelspiel, so das er letztlich aufgeben musste. Schade für ihn, aber passiert jedem mal. Mund abwischen, beim nächsten Mal läuft es wieder besser.

Die Gäste hatten nun ihre stärkste Phase des Spiels. Toooor zum 1:2 für Illingen! Moritz an Brett 7 konnte seine Stellung nicht mehr halten. Auch hier sehr schade, weil beim Blick auf dessen Partie, am Anfangsstadium, verhieß zunächst Gutes. Moritz kam mit Schwarz gut aus der Eröffnung heraus, eroberte Raumgewinn am Damenflügel und nistete ein Rössl´auf b3 ein. Ne Stunde später jedoch gelang seinem Gegner der Durchbruch im Zentrum mit Drohungen gegen den schwarzen Monarchen. Auch hier, Mund abwischen, Moritz wird seine Tore noch schiessen, da bin ich mir ganz sicher!

Beim Blick auf das Nachbarbrett 5, wo Mathias eigentlich ein Gourmetgericht auf den Teller zaubern wollte, ließ meine Zuversicht nicht gerade wachsen. Mathias kam zunächst, mit Schwarz, gut aus der Eröffnung. Er anektierte wichtige Zentralfelder und stand mehr als solide, mit Schwarz kann man das als Erfolg werten! Beim Versuch, die gegnerische Dame zu fangen, unterlief ihm jedoch leider ein Loch in der Berechnung. Nicht genug, dass er die Dame nicht fangen konnte, nein, bei ihrem „Fluchtversuch“ vernaschte die Dame in Weiss gleich noch nen Läufer von Mathias. Dieser Figur rannte er nun schon längere Zeit hinterher. Er versuchte die Stellung in taktische Gewässer zu leiten, immer in der Hoffnung, dass sein Gegner viell. auch daneben greift.

Doch dann ein gute Nachricht von Brett 2! Zacharias gelang der Ausgleichstreffer zum 2:2! Er vollendete seine Angriffspartie im Stile Tals. Ich würde es als ein Spiel auf ein Tor bezeichnen, weil Weiß von Beginn an am Drücker war und Schwarz außer reagieren nichts eigenständiges unternehmen konnte. Mir gefiel diese Partie sehr gut, weil sie wie ein roter Faden durchstrukturiert bis zum Ende war!

Leider musste kurze Zeit später Mathias die Segel streichen. Er hatte wirklich alles versucht und tapfer weiter gekämpft, meinen Respekt Mathias! Zu unserem Bedauern war sein Gegner jedoch hellwach und zeigte keinerlei Schwäche. Er schipperte die Partie, letzten Endes, souverän nach Hause. 2:3!

Wieder lagen wir in Rückstand bei noch drei verbleibenden Brettern. Da ich sonst nichts besseres zu tun hatte, dachte ich mir, könntest ja selber mal ein Tor schiessen! Gesagt getan, 3:3! Mein Gegner leistete sich beim Übergang aus der Eröffnung ins Mittelspiel zwei, drei ungenaue Züge und gelang ins Hintertreffen. Erstaunlich wie schnell die schwarze Stellung dann floppte. Der Besuch der alten Dame auf h7 leitete den schwarzen Untergang ein, ein paar Züge später war die ganze Verteidigung paralysiert. Auch hier gabs nix mehr zu halten…

Kurz vor Spielschluss gingen wir endlich wieder in Führung! Wolfgang, Brett 1, wendete die sit-and-wait Taktik an. Selbst so gut es geht fehlerfrei spielen und darauf warten, dass der Gegner mal daneben langt. Sein Plan ging auf, er nutzte sofort die Gelegenheit aus, nachdem der Weiße daneben griff! Die lässige Art und Weise imponierte mir hier sehr, auf Wolfgang ist eben Verlass!

Somit 4:3 für uns bei noch einer verbleibenden Partie. Unsere ganzen Hoffnungen lasteten nun auf den Schultern unseres Jüngsten – Mischa! Er hatte die ganze Partie über offensiv gegen den Schwarzen König gespielt, zunächst jedoch taktisch kein entscheidendes Durchkommen erzielt. Er fand sich in einem Bauernendspiel wieder, was selbst erfahrene, langjährige Spieler schon vor ihm vergeigt haben. Nicht jedoch Mischa! Er meisterte das Endspiel souverän, hätte evtl. sogar gewinnen können, aber sein ungefährdetes Remis fühlte sich für uns sowieso wie ein Sieg an. Er steuerte den spielentscheidenden halben Punkt zum 4,5 : 3,5 für uns bei! Unter diesem Druck, der auf dir lastete, eine ganz tolle Vorstellung, Mischa!

Noch ein persönliches Statement von mir, das sicherlich viele Ubuianer mit mir teilen, zu unserem Gegner aus Illingen. Durch die Umlegung in die Bereichsliga 4, welche mit vielen Pforzheimer Mannschaften belegt ist, kamen wir erstmals in Kontakt mit Illingen. Eine sehr sympathische Truppe, die nach vielen Jahren Bezirksklasse, letzte Saison den Wiederaufstieg in die Bereichsliga schafften. Dies zeigten sie mit stolzer Brust auf den Vereinstrikots. Von hier aus drücken wir euch die Daumen zum Klassenerhalt und das wir uns nächste Saison, in der Bereichsliga, wieder sehen!

SC uBu 2: Niederlage gegen Durlach 2

Ebenso wie die erste Mannschaft mussten wir unser Heimspiel auf fremden Terrain austragen. Dies geschah im Heimspiellokal unseres Gegners aus Durlach. An dieser Stelle nochmals Danke für das Aufnehmen der zweiten Mannschaft und die Gastfreundschaft.

Es kamen folgende Paarungen zustande.

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Wichtiger Sieg für uBu 2

Unsere zweite Mannschaft konnte am Sonntag gegen Karlsdorf 2 einen wichtigen Sieg im Kampf um dem Klassenerhalt einfahren. Die Ausgangslage war klar: Eine Niederlage hätte den Abstieg besiegelt, bei einem Remis wären wir  von den Ergebnissen der Konkurrenz abhängig gewesen. Mit einem Sieg hätten wir es am letzen Spieltag selbst in der Hand.

Daher wollte ich eine Situation unbedingt vermeiden, nämlich dass wir mit weniger als acht Spielern antreten. Also fragte ich Eike, ob er als Ersatzmann mitkomme könne, um einen eventuellen Ausfall auffangen zu können. Da er sich  dazu bereit erklärte, trafen sich Mathias, Rudi, Thomas, Ignaz, Robby, Peter, Eike und Ich u 8:15 vor dem uBu und fuhren nach Karlsdorf. Mischa ,der eigentlich an Brett 7 eingeplant war, reiste eigenständig an.

Etwa zehn nach 9 war Mischa leider immer noch nicht am Spielort angekommen, daher stellte ich unsere Mannschaft ohne ihn auf, die Tatsache, dass Eike dabei war hatte sich ausgezahlt.

Nachdem die Partien etwa eine Viertelstunde liefen, kam Mischa am Spielort an, seine Bahn und der Bus waren verspätet gewesen. Ich erklärte die Situation und die Tatsache, dass er nun leider nicht spielen könne. Es ist natürlich unheimlich ärgerlich, wenn man Sonntag früh aufsteht um dann unverrichteter Dinge wieder heimfahren zu müssen. Leider ging es diesmal um zuviel um eine andere Entscheidung zu fällen, leicht fiel die Entscheidung trotzdem nicht.

Die Partien von Sonntag lauteten:

Riffel – Guthmann

Gern – Schnauder

Dr. Stößer – Ballester

Gröbner – Kühner

Schäfer – Rutter

Scaglione – Bischoff

Huber – Vogt

Nosal – Schneider

Rudi gewann früh in seiner Partie eine Figur und konnte diesen Vorteil bald zu einem Sieg nutzen. Peter konnte einen entscheidenden Angriff initiieren und sein Gegner streckte alsbald die Hand um seine Niederlage einzugestehen.

Thomas war der nächste, dessen Partei vorbei war. Er remisierte und holte so einen halben Punkt. Es stand also 2,5 zu 0,5 für uns. Ignaz hatte zu diesem Zeitpunkt einen Bauern mehr als sein Gegner, Mathias stand solide, genauso wie Eike. Bei Robby war noch alles offen.

Ich selbst hatte vom Gegner die englische Eröffnung vorgesetzt bekommen und die Stellung war sehr ausgeglichen, wobei ich die weiße Stellung als minimal besser empfand. Daher entschloss ich mich auf Figurenabtausch zu spielen und somit in ein ausgeglichenes Leichtfigurenendspiel abzuwickeln. Dies gelang und nach dem nur noch je ein Springer und 5 Bauern auf dem Brett standen, war das Remis erreicht. Fast zeitgleich remisierte auch Mathias. Es stand also 3,5:1,5. Es spielten noch Robby, Eike und Ignaz. Robby hatte in seiner Partie die Oberhand gewonnen und konnte mittels seines Springers und des Königs die gegnerischen Bauern aufhalten. Da er ebenfalls noch entfernte Bauern hatte war ihm der Sieg nun nicht mehr zu nehmen. Der Gegner gab auf, 4,5:1,5 für uns. Der Mannschaftskampf war entschieden. Eike bot daraufhin ein Remis an, das der Gegner auch annahm. Somit stand es 5:2-

Ignaz spielte mit seinem Mehrbauern, auf Sieg und konnte ihn einziehen lassen und dabei eine Figur gewinnen. Daraufhin gab der Gegner auf und der Endstand von 6:2 stand fest.

Ein überaus wichtiger Sieg, der unsere zweite Mannschaft  auf den drittletzten Platz bringt. Nun gilt es den Klassenerhalt am letzten Spieltag gegen Oberhausen-Rheinhausen, das den vorletzten Platz innehat,  klar zu machen.

Heimniederlage für uBu2

Ersatzgeschwächt musste unsere zweite Mannschaft das Heimspiel gegen die Schachfreunde Hambrücken antreten. Ignaz hatte schon vorher abgesagt, daher trafen uns die Absagen an den ersten beiden Bretter noch härter und  wir konnten nur zu sechst antreten. Zusätzlich waren Thomas am ersten Brett und Robby am dritten Brett nicht ganz fit. Die Mannschaft komplettierten Rolf am vierten, Eike am fünften und Hanno am sechsten Brett, während ich am zweiten Brett spielte.

Hambrücken trat zu acht an und konnte an allen Brettern einen deutlichen DWZ-Vorsprung aufweisen.

Die Partien lauteten:

Thomas Ballester – Achim Notheisen

Moritz Kühner – Alexander Angele

Robby Bischoff – Gregor Lumpp

Rolf Schrader – Michael Morfis

Eike Vogt – Patrick Leibold

Hanno Schirm – Peter Gärtner

Eike musste in seiner Partie leider einen Bauern abgeben und konnte den so entstandenen Nachteil nicht mehr wettmachen.

Robbys Gegner kam früh in Vorteil und konnte diesen sukzessive ausbauen, so dass auch er gewinnen konnte.

Hanno bekam es mit einer Eröffnung zu tun, bei der er sich nicht so gut auskannte und musste sich am Ende seinem Gegner geschlagen geben.

Ich bekam eine Partie aufs Brett, bei der meine Figuren fast die ganze Zeit gebunden waren und ich nie dazu kam einen eigenen Angriff aufzubauen. Allerdings schaffte es mein Gegner auch nicht den Druck entscheidend zu erhöhen. So tauschte sich Figurenpaar nach Figurenpaar ab, bis ein Endspiel entstanden war, bei dem für beide Seiten nur durch Fehler des Gegners noch etwas drin gewesen wäre. So konnte ich einen halben Punkt holen und zum ersten Mal diese Saison punkten.

Auch Tao und Thomas mussten sich ihren Gegnern geschlagen geben, so dass am Ende ein 0,5 zu 7,5 zu Buche stand.

Solch hohe Niederlagen sind natürlich bitter, aber ich bin mir sicher, dass es in zwei Wochen gegen die Schachfreunde Dettenheim besser laufen wird.

Ein harter Kampf

Aidan und Carrie haben nun ihre gemeinsame Wohnung bezogen. Ihre Beziehung wird allerdings auf eine sehr harte Bewährungsprobe gestellt. Miranda kann derzeit an nichts anderes als an Sex denken. Ihre Hormone drehen durch die Schwangerschaft komplett durch. Doch ohne Partner ist es gar nicht so einfach für sie, dieses Verlangen zu befriedigen. Samantha versucht gerade in ihre Beziehung mit Richard Ordnung zu bekommen. Sie möchte, dass sich diese lediglich auf Arbeit und Sex beschränkt. Doch schon bald merkt sie, dass dies gar nicht so einfach ist, wie sie es sich vorgestellt hat.

siehe Sex and the city, Episode 4.13 „The good fight“ – ähnlich verlief der Mannschaftskampf in Wiesental. Zu siebt galt es zu punkten, da wir insgesamt 15 Spieler möglichst gut auf zwei Mannschaften verteilen mussten. Ich denke, dies ist uns optimal gelungen – insbesondere, wenn man in Rechnung stellt, dass der Kandidat für Brett 8 glatt eine Figur einstellte, doch immerhin seine Kollegen in der zweiten ein Brett ‚runter drückte.

Nach etwa zwei Stunden war Dian fertig, der keinen guten Tag erwischte und über ein Remis nicht hinaus kam. Sven machte richtig viel Druck, welcher den Gegner nötigte, künstlich zu rochieren. Wolfgang W. hatte einen gesunden Mehrbauern, angeblich nach einem Eröffnungsfehler im 4.Zug – was mir schwer fällt zu glauben. Ansonsten gab es nirgends Probleme, außer bei Jürgen, der einem Angriff am Königsflügel ausgesetzt war und sich schwer tat, Gegenspiel zu finden.

Ich kam in Vorteil, musste aber mit wenig Bedenkzeit genaue Züge finden, was gar nicht so leicht war. Ich schreibe wohlbemerkt von wenig Bedenkzeit und nicht von Zeitnot, ein Umstand, welcher der neuen Bedenkzeitregelung geschuldet ist. Früher war es möglich, sich in einer kritischen Situation Zeit zu nehmen, um eine Stellung zu erreichen, in der man die verbleibenden Züge zur Zeitkontrolle lässig ziehen kann. Schade, dass das nun nicht mehr geht, doch sicherlich eine Gewöhnungssache, und zum Glück hat es gut geklappt. Während ich also mit Scheuklappen meine Partie heimschaukelte, wickelte Sven souverän in’s gewonnene Endspiel ab, stellte Wolfgang am Spitzenbrett zwei Bauern ein, gab Klaus Remis, überzog Wolfgang H.s Gegner eine todremis-Stellung und Jürgen ließ sich auseinandernehmen.

So kam es, dass beim Stande von 4-3 für uns Wolfgangs Gegner gewinnen musste. Es war ein Schwerfigurenendspiel bei heterogenen Rochaden auf dem Brett, jeder einen Turm und eine Dame, Wolfgang mit zwei verbundenen Freibauern auf dem Flügel seines Königs. Trickreich gab er die Dame gegen den Turm und ließ die Bauern laufen. Dies versprach exzellente Gewinnchancen, aber erforderte gleichzeitig eine umsichtige Verteidigung auf alle möglichen Schachs der Dame. Wolfgangs Gegner hatte trotz schlechterer Stellung das etwas einfachere Spiel und die klar bessere Bedenkzeit, sodass auch er völlig zu recht um den vollen Punkt kämpfen konnte. Für alle sichtbar war dies, als dieser ein Dauerschach bewusst ausließ – was Wolfgang natürlich recht war. Leider schob er mit zwei Minuten Restbedenkzeit den falschen Bauer vor und ließ eine Abwicklungskombination zu, die zum Verlust führte. Wirklich schade, es war ein harter Kampf und sehr knapp. 4-4 am Ende, und ein Seitenhieb an alle Kameradenschweine, die sich vorschnell in’s Vogel verdrückt haben: Ihr habt echt ‚was verpasst!

Remis gegen Durlach 2

Die Aufstiegsambitionen der 2. Mannschaft aus Durlach sind nach dem Unentschieden gegen unsere 2. Mannschaft am gestrigen Sonntag erst einmal Makulatur, die Freunde aus Durlach standen sogar am Rande der Niederlage.
Leider habe ich in einer englischen Partie an Brett 1 zwar solide gespielt, die entscheidenden Züge aber ausgelassen, und musste zähneknirschend die Niederlage eingestehen.
Eine Glanzpartie lieferte Thomas an 3. Seine Mehrfigur reichte für den sauber heraus gespielten Erfolg, eine tolle Perfomance, die Thomas zur Zeit abliefert
(Gegner Markus Possiel: 1639 DWZ ) !
Ignaz an 4 verwandelte eine Ungenaugikeit seines Gegners im Endspiel ( der Monarch wurde zum Bodyguard eines gefährlichen Freibauern degradiert ) souverän in einen Erfolg, sein Gegner, Dr. Schulte hat übrigens über 100 Punkte mehr auf dem Konto.
Hanno setzt seine Siegesserie an 8 fort, gestern mit einem Start-Ziel-Sieg gegen Dr. Jürgen Scheib.
Eike musste sich an 6 dem starken Eckart Grabe geschlagen geben, gegen so einen Mann darf man schon mal verlieren.
Rudi an 2 hatte einen Blackout, und stellte in zumindest remislicher Position einen Turm ein! An dieser Stelle: Kopf hoch Rudi, so etwas kann jedem, auch dem routiniertesten Spieler passieren.
Tao spielt zur Zeit ein äußerst solides Schach, so solide, dass ihm an Brett 5 von seinem um 500 DWZ-Punkte stärkeren Gegner ein Remis angeboten wird, so etwas gibt es auch nicht alle Tage.
Schließlich schaffte es Peter an 7, eine verlorene Stellung in ein modellartiges Kunst-Remis zu zwingen, was für eine Leistung.
Ein schönes Unentschieden, der Sieg war greifbar nahe!
Endstand: 4:4

Debüts in der 1. Mannschaft

…feierten heute unsere große Nachwuchshoffnung Mischa Rausch, sowie die Schachsets der Bundesligaedition 2012! Mischa gewann kampflos, da die Altlußheimer nur zu siebt nach Karlsruhe kamen. Persönlich sehr schade für ihn, denn Spielpraxis unter Wettkampfbedingungen baut auf den vielen Trainingseinheiten auf, welche man dann im Ernstfall erproben möchte. Wir freuen uns jetzt schon auf den nächsten Einsatz von Mischa, denn er hat großes Potenzial!

Unsere neuen Schachsets, welche heute erstmalig zum Einsatz kamen, verdanken wir einem Vereinsmitglied. Von dieser Stelle aus noch einmal herzlichen Dank!

Wir gingen also mit einer 1:0 Führung in das Match. Die restlichen sieben Paarungen versprachen im einzelnen 200-400 DWZ Diskrepanz zugunsten für uns. Zu unserer aller Verblüffung war die erste entschiedene Partie an diesem Sonntag Vormittag der Ausgleichstreffer für die Gäste!

Was war passiert? Dian erprobte wohl mit Schwarz eine neue Eröffnung, die er aufgrund eines taktischen Übersehens, mehr oder minder vergeigt hatte. Er mühte sich zwar den Fauxpas wieder auszugleichen, aber sein Gegner ließ sich die Butter nicht mehr vom Brot nehmen. ***

Eine knappe Stunde später gewannen, relativ zeitgleich, Klaus und Wolle ihre Partien. Klaus verleibte sich znächst die Qualle, danach die ganze Partie ein. Wolle´s anvisierter Gegner war heute in erster Linie der Seuchenvogel, der ihm die letzten Partien hartnäckig auf der Schulter hockte. Als er ihm den garaus machte, gewann er kurze Zeit später, wie in herkömmlicher, gewohnter Manier, auch seine Partie. Erkenntnis des Tages: Der Vogel ist tot, Wolle kann wieder ohne Handicap aufspielen!!

Zwischenstand 3:1 für uns. Wolfgang am Spitzenbrett kam mit Schwarz problemlos aus den Startlöchern und verbuchte früh Vorteil. Im weiteren Verlauf spielte er vermutlich zu laissez faire, so das der Vorteil verpuffte und er sogar in einer sehr unangenehmen Stellung landete. Das Remisangebot seines Gegners kam dann überraschend, aber Wolfgang nahm das Geschenk an und willigte ein. Danach gewann dann ich meine Partie. Mein Gegner übersah ebenfalls früh einen taktischen Einschlag und musste dann die ganze Partie hinterher laufen. Diese wollte er sich jedoch bis zum Matt zeigen lassen!

Sven beendete seine souveräne Partie mit der finalen Stürzung seines oppositionellen Monarchen. Dieser stand am Ende ohne Schutz dar und musste sich ergeben! Den Schlusspunkt setzte Marcus. Hier schlug sein großer, positioneller Vorteil irgendwann in Kapital um. Die letztliche Aufgabestellung sah aus, als wäre sie von Termiten untergraben worden. Jede Bewegung führte zum Zusammenbruch des Gebildes.

6,5 : 1,5 für uns.

Nächsten Spieltag fahren wir nach Wiesental. Ein Duell auf Augenhöhe. Letzte Saison verloren wir noch denkbar knapp und unglücklich. Können wir die offene Rechnung begleichen? Am 14.12. wissen wir mehr…

 

 

*** Der Autor zahlt umgehend 2 Euro ins Phrasenschwein.

Niederlage gegen Bretten

Unsere zweite Mannschaft hat ihr Auswärtsspiel beim SC Bretten mit 2,5 : 4,5 Punkten verloren.

Die einzelnen Spiele waren gegen einen im Durchschnitt ca. 200 DWZ – Punkte stärkeren Gegner nicht so klar verloren,  es gab enge Partien.

In den Partien von Ignaz und Eike war durchaus mehr Ausbeute drin, dafür punkteten die Trainingsteilnehmer Tao und ich an den hinteren Brettern, was in der B – Klasse an Bedeutung gewinnt.

Thomas hatte an Brett 2 einen kurzen Auftritt, die Lebensgefährtin seines Gegners Rudolf Reich musste in die Klinik, als echter Sportsmann nahm er das Remis an.
An dieser Stelle wünscht der SC uBu gute Besserung und baldige Genesung!

Bisher sind wir mit den Spielen nach unserem Aufstieg in die B -Klasse sehr zufrieden. Unsere volle Spielstärke können wir sicherlich mit einer kompletten Mannschaft zeigen.

Mathias, Thomas, Moritz, Ignaz, Tao, Eike und ich trafen mit guter Laune im Vogelbräu Karlsruhe zum gemütlichen Ausklang mit der ersten Mannschaft ein.