Klassenerhalt gesichert

Diesen Spieltag ging es für uBu 2 gegen die stark besetzte vierte Mannschaft des SK Ettlingen. Ich selbst fiel krankheitsbedingt aus, daher kann ich zu den Partien und deren Verläufen nichts sagen. Trotzdem möchte ich der „Chronistenplicht“ nachkommen und die einzelnen Paarungen samt Ergebnisse aufzulisten.

Max spielte am ersten Brett gegen Wolfgang Burkart remis. Thomas hat gegen Andreas Krepper gewonnen und somit hoffentlich die Wende in einer bisher verkorksten Saison geschafft. Peter siegte gegen Mostafa Aziziyan. Tao musste sich gegen Andrej Roczek geschlagen geben. Rodirigo remisierte gegen Klaus Müller. Hanno verlor am sechsten Brett gegen Ege Ünsal. Da Moritz gegen Thomas Winterstein und Manfred gegen Harald Marcy gewannen lautete das Endresultat 5:3 für uBu 2.

Nach diesem Erfolg steht uBu 2 nun auf dem zweiten Platz der Kreisklasse A. Auch wenn das Saisonziel Klassenerhalt nun erreicht ist, werden wir weiter alles geben und versuchen unserem Punktekonto weitere hinzuzufügen. Die nächste Gelegenheit dazu ist gegen Waldbronn 2 am 22 April.

(Fast) nichts liegen gelassen

Für den sechsten Spieltag hatten wir uns vorgenommen als Mannschaft nichts liegen zu lassen und weitere Punkte für den Klassenerhalt aus Neureut mitzubringen. Dies gelang durch den Sieg mit 5,5:2,5. Einzig Tao und ich hielten uns nicht ganz an den Vorsatz: Wir ließen unsere Handys beim Schiedsrichter liegen und mussten daher am späten Nachmittag nochmal nach Neureut fahren, um sie abzuholen. Danke, dass dies so problemlos möglich war.

An den Brettern lieferte Moritz Otto als erster Zählbares und gewann seine Partie am siebten Brett gegen David Lamm. Von der Spielstärke her gehört Moritz sicher an eines der vorderen Bretter. Leider ist dies diese Saison nicht möglich, da er als Nachmeldung hinten in der Rangliste eingeordnet ist.

An Brett acht kam ein weiterer Neuzugang zum Zuge. Manfred Lachnit gewann seine erste Partie beim SC uBu sehr abgezockt gegen Christian Lehn. Glückwunsch Manfred zum ersten Sieg auch von dieser Stelle aus.

Peter, der am Brett vier gegen Leander Zimmer spielte, fuhr ebenfalls einen vollen Punkt ein. Er war in einem Turmendspiel mit Mehrbauern stark in die gegnerische Stellung eingebrochen. Lamm sah keine Chance zur Verteidigung mehr und gab auf.

Sven, der an Brett eins Max vertreten musste, hatte es mit dem spielstarken und erfahrenen Werner Enzmann zu tun. Sven löste die schwere Aufgabe bravurös und gewann sein Spiel. Ich denke mit diesem vollen Punkt hatte vorher kaum jemand gerechnet.

Ich hatte es am dritten Brett mit Sandro Luca Nichterlein zu tun. Nach einer von Taktiken geprägten Partie kam er zu einem starken Angriff. Bei einer falschen Abwicklung wäre ich mit Minusfigur dagestanden. Nach langem Rechnen fand ich einen Zug, der ausreichend Gegenspiel ermöglichte und so das Spiel zusammenhielt. Nach einem Generalabtausch blieb ein Springer-Bauernendspiel auf dem Brett. Dieses empfand nicht nur ich als ausgeglichen, weshalb wir uns auf Remis einigten.

Thomas spielte am zweiten Brett gegen Henrik Berkmann. Dieser spielte eine bärenstarke Saison und hatte den bisherigen fünf Spielen lediglich einen halben Punkt abgegeben. Auch Thomas konnte diese Serie leider nicht beenden und musste sich geschlagen geben. Ich bin mir sicher, dass Thomas den Seuchenvogel, der ihn diese Saison zu verfolgen scheint, bald erlegt und wieder wichtige Punkte für uns holen wird.

Tao spielte in seiner Partie an Brett fünf gegen Christoph Menschel ebenso remis wie Rodrigo gegen Michael Berkmann an Brett sechs. Summa summarum also ein 5,5:2,5 für uBu 2, was den höchsten Saisonerfolg bedeutet.

Nach diesem Spieltag steht unsere Zweite auf dem dritten Platz. Trotz dieser tollen Momentaufnahme sollten wir weitere Mannschaftspunkte holen, damit der Klassenerhalt rechnerisch so früh wie möglich perfekt ist.

Cool, souverän, relaxed: KSF IV – uBu 1 – 7

Die vierte Mannschaft der Karlsruher Schachfreude ist eigentlich eine gute Truppe, deren pari-pari Mischung aus jungen Spielern und alten Hasen uns letztes Saison große Probleme bereitet hatte. Heute waren wir zwar nominell das spürbar bessere Team, aber mit diesem Kantersieg hat unser Mannschaftsführer sicher nicht gerechnet, als die verschlafene Badkappe wenige Minuten zu spät in der Walter-Eucken-Schule zu ihrem Platz fand. Wie gewohnt war die Atmosphäre freundlich und professionell, obwohl gefühlte 100 Mannschaften versammelt waren. Wie selbstverständlich warteten die KSFler, bis wir vollzählig waren, eine Vorgehensweise, welche ich persönlich vehement befürworte, auch wenn so manche Vereine das leider anders sehen.

Der Kampf begann unbeschwert, alle acht Bretter kamen gut aus der Eröffnung ‚raus, die Sicherheit war fühlbar. Wahrscheinlich dachte sich der ein‘ oder andere: „Mit Mathias an 8 kann ja nichts schief gehen, der ist doch unterfordert, der Junge“. So war’s dann auch, als hätte er’s eilig gewann er schnell mit Schwarz. Wolfgang H überspielte seinen Opponent positionell und hatte wenig später einen unaufhaltbaren Freibauern auf der siebten Reihe sowie ein bequemes Zeitpolster von zwei Stunden und 16 Minuten.

Mischa hatte das Glück, eine Remisstellung mit einer gut versteckten Kombination zu gewinnen, und Jürgen war der nächste. Er konterte das Angriffsspiel seines Gegners geschickt aus und verwertete locker die Initiative. Klaus vereinbarte Remis, vollkommen unbewusst, dass er damit bei’m Stande von 0-4 den Mannschaftssieg sichert. Wolfgang W machte es ihm nach – er wollte wohl noch zu ’nem Termin. Diese schöne Situation erlaubte es mir, in einer Gambitpartie noch zusätzlich ’ne Figur in’s Geschäft zu stecken, weil mir die Stellung noch nicht scharf genug war. Es war eine dieser Partien, welche bei gestörter Balance die ganze Zeit objektiv vollkommen ausgeglichen sind, aber niemand freiwillig der Verteidiger sein will. Ich wäre an meines Gegners Stelle vermutlich auch irgendwann zusammengebrochen.

Den Schlusspunkt lieferte Zacharias, dessen Gegner sich von einem Qualitätsopfer zu viel versprochen hatte. Ein weiteres Mal wurde ich Zeuge, dass Zachi sich die Butter nicht mehr vom Brot nehmen lässt, wenn er ‚mal ’nen kleinen Materialvorteil hat – sehr sicher in der Verwertung! Da haben die KSFler ’nen sehr schwarzen Tag erwischt und das Tief unserer ersten Mannschaft scheint überwunden zu sein. In Verbindung mit dem unerwarteten Sieg der zweiten ein Bilderbuchspieltag!

Wichtige Punkte für das Saisonziel

Diesmal galt es für unsere zweite Mannschaft gegen den SK Durlach 2 weitere wichtige Punkte für den Klassenerhalt einzusammeln.

von Moritz Kühner

  1. Wolfgang Friedrich – Max Gageik
  2. Francisco, Fernando Fernandes Dellandrèa – S. Maciejewski
  3. Holger Hopp – Thomas Ballester
  4. Thomas Joachim – Moritz Kühner
  5. Sven Ahlers – Peter Schneider
  6. Philipp Gessner – Rolf Schrader
  7. Jonas Augusto Kunzler – Robby Bischoff
  8. Kampflos: Moritz Otto

Kampflos geht an Brett 8 der erste Punkt an Moritz Otto. uBu 2 führt gleich 1:0.
Leider musste Robby seine Partie früh verloren geben. Wichtige Punkte für das Saisonziel weiterlesen

Sandhausen 2 vs. uBu 2:6

Starker Auftritt des SC uBu gegen Sandhausen 2

von Mathias Guthmann

uBu zeigt sich am Sonntag gegen den Tabellen-Nachbarn aus Sandhausen gut aufgelegt. Das Ergebnis geht auch in dieser Höhe völlig in Ordnung!
Für den kranken Mischa Rausch springt unser sympathischer Neuzugang Herbert Eitel ein, an Brett 2 spielt Zacharias Heck. Nach kurzer Abstinenz besetzt Jürgen Lutz wieder das Brett 4.

Hier die Paarungen:

  1. Wolfgang Weiler vs. Sebastian Bernhard
  2. Zacharias Heck vs. Waldemar Höhler
  3. Marcus Krug vs. Viktor Wall
  4. Jürgen Lutz vs. Dr. Tran Son Do
  5. Wolfang Henn vs. Elmar Bahnmüller
  6. Klaus Brück vs. Jörg Manske
  7. Mathias Guthmann vs. Jan Bergmeier
  8. Herbert Eitel vs. Riccardo Amato

 

Schon nach ca. 60 Minuten Match-Time wird deutlich, dass keines unserer Bretter in Gefahr ist, ganz im Gegenteil, die Stellungsbilder sprechen tendenziell eher für uBu. Sandhausen 2 vs. uBu 2:6 weiterlesen

Auf neuen Brettern zum Erfolg

Am zweiten Spieltag ging es für uBu 2 gegen den SK Jöhlingen und deren zweite Mannschaft.

von Moritz Kühner

Dabei kam es zu zwei Premieren. Zum Einen kam unser Neuzugang Moritz Otto am achten Brett zu seinem ersten Einsatz. Zum Anderen weihten wir ein Set neuer Holzbretter ein, welche wir als großzügige Spende erhalten haben. Hierfür nochmals herzlichen Dank an den Spender, auf solchen Brettern macht das Spielen noch mehr Spaß.

Ich spielte am vierten Brett gegen Hans Mundinger und hatte es mit einer skandinavischen Verteidigung zu tun. Dabei zögerte ich c4 etwas zu lange heraus und  kam unter Druck. Zum Glück fand ich aber immer einen Weg um die Stellung zu halten. Die Leichtfiguren tauschten sich ab und es blieben nur die Schwerfiguren auf dem Brett. Ich bekam ein Remisangebot und schaute daher auf die anderen Bretter.

Moritz hatte zu diesem Zeitpunkt am achten Brett gegen Rolf Meier gewonnen und für den ersten Punkt gesorgt. Glückwunsch an dieser Stelle zum gelungenen Einstand.

Thomas hatte sich an Brett drei gegen Dr. Jürgen Tepel  genauso geschlagen geben müssen, wie Robby an Brett sieben gegen Martin Schnepfe und Peter an fünf gegen seinen Nachnamensvetter Klaus Schneider. Es stand 1:3 gegen uns.

Max an Brett eins und Tao an sechs schienen verwickelte Stellungen auf dem Brett zu haben. Lediglich Sven an Brett zwei stand besser als sein Gegner David Dehm. Es sah also nicht unbedingt gut aus.

Ich schaute nochmals in meine Stellung sah aber keinen Weg das Ganze auf Sieg spielen zu können. Da ich die Stellung auch nicht überziehen wollte akzeptiere ich das Remis und es stand 1,5:3,5.

Tao spielte an Brett 6 gegen Mark Weinreuter und kam zu einem sehenswerten Angriff, der  den Gegner zur Aufgabe zwang.

Tobias Dehm, mit dem es Max aufnehmen musste, kam zusehends unter Zeitdruck. Max erhöhte den Druck auch auf dem Brett durch einen Angriff auf den König. Dehms Blättchen fiel vor dem 40. Zug und Max hatte gewonnen. Es stand 3,5:3,5.

Sven hatte ein Endspiel mit Läufer + Turm gegen Springer und Turm mit zwei Bauern mehr auf dem Brett. Nachdem sich die Türme getauscht hatten konnte der Gegner zwar einen der Bauern zurückholen, aber Sven drückte einen Freibauern immer näher in Richtung Umwandlung. Unter diesem Druck unterlief  Dehm der entscheidende Fehler. Nachdem er seinen Springer eingebüßt hätte, gab er auf. 4,5:3,5 für uns.
Der erste Mannschaftssieg der 2.Mannschaft stand fest und die ersten Punkte für das Ziel Klassenerhalt waren eingefahren.

Am nächsten Spieltag geht es nach Untergrombach, wo wir es mit deren dritten Mannschaft aufnehmen werden.

uBu mit knapper Niederlage gegen Walldorf 3

walldorf

2 Spieltage, 2 Niederlagen, alles andere als ein optimaler Saisonstart, allerdings traf man in beiden Begegnungen auf sehr starke Gegner, mit Eppingen sogar auf einen Aufstiegskandidaten. Am Sonntag Heimspiel gegen Walldorf 3,  sehr gutes Team, erfahren, kampfstark.

von Mathias Guthmann

An 4 spielt Henn gegen Barker mit 2 Plusbauern in aussichtsreicher Stellung. Ein Blick auf das Brett verrät uns,  dass der Drops hier gelutscht sein könnte. Barker hält aber dagegen, findet genaue Züge, während Henn peu à peu den Faden verliert und die gewonnene Stellung in ein Remis abdriftet. Schade, da war mehr drin.

Weiler an 1 gegen den starken Peter Schell (DWZ 2016). Ein bekanntes Gambit! Weiler wählt eine unbekannte Nebenvariante, weicht von der Theorie ab, überrascht damit seinen Gegner. Schell stellt prompt eine Figur ein. Unser Brett 1 sichert alles ab, zentralisiert seine Figuren und führt die Partie geradlinig zum siegreichen Ende.

An 3 Lutz gegen Ivanov. Mit den schwarzen Steinen erzwingt Jürgen Lutz ein vorteilhaftes Endspiel mit 2 Türmen und 2 Extrabauern gegen Springer, Läufer und Turm. Sieht sehr gut aus. Ivanov ist aber ein starker Gegner, hält dagegen. Nach einer Ungenauigkeit rückt ein Sieg plötzlich in weite Ferne. Das Remis wird dann später von der Computeranalyse bestätigt.

An 7 spiele ich gegen Markus Päuser viel zu schnell, ziehe die Figuren unrhythmisch über die Felder. Übersehe einen Doppelangriff der gegnerischen Dame auf 2 Bauern, muss einen davon abgeben um überhaupt noch im Spiel zu bleiben. Streue noch einen Fehler strategischer Natur ein, verliere dann deutlich.

An 2 Krug gegen Cora Hartmann. Eine taktische Partie, die schon nach relativ kurzer Zeit theoretisch entschieden ist, Cora versucht natürlich noch alles. Zwischenzeitlich muss sie sich von einem Turm trennen und ihr König ist auf der Grundlinie allen möglichen Attacken ausgeliefert. Zum Schluss wird er auf das freie Feld gelockt, wo man ihm den Coup de grâce versetzt.

Neuzugang Herbert Eitel hält sich an 8 gegen Andreas Trinkl eine Zeit lang ganz prima. Allerdings verflüchtigen sich im Laufe der Partie einfach zu viele Bauern, lösen sich sozusagen in Rauch auf, damit verdampfen natürlich auch die Siegchancen, Trinkl gewinnt.

Mischa Rausch an 5 mit Chancen gegen Leo Heimann. Ein falscher Zug und es droht Dauerschach.  In solchen Stellungen muss man ganz tief reinzuschauen um einen kreativen Gedanken zu entwickeln. Zugegeben, so etwas hängt oft von der Tagesform und der Konzentrationsstärke ab. Deswegen am Ende: Remis

Schließlich noch Brück gegen Trebels an 6. Klaus Brück spielt zunächst gutes Schach und erarbeitet sich eine perspektivische Stellung. Bei einer Umgruppierung unterläuft ihm aber ein Rechenfehler der ihm schließlich 2 Bauern und die Partie kostet, wie schade!

In den nächsten Begegnungen gilt es zu punkten.
Bisher fehlte uns gegen zugegebenermaßen sehr starke Gegner leider das wichtige Quäntchen Glück.

Ubu 3.5, Walldorf 3  4.5

Mission Impossible

Wir durften am 1. Spieltag gleich zum Branchenprimus nach Eppingen reisen. Deren „Dritte“ stieg letzte Saison aus der Landesliga ab. Aufgrund ihrer Kaderstärke wäre alles andere als ein direkter Wiederaufstieg  eine Enttäuschung für die Kraichgauer.

von Jürgen Lutz

Somit war uns bereits vor dem Spieltag klar, dass dies ein ganz schwerer Brocken werden dürfte. Positiv stimmten uns dennoch zwei Dinge. Zum einen debütierte unser starker Neuzugang José, zum anderen traten wir auch an den anderen Brettern nahezu in Bestbesetzung an.

Und tatsächlich sah es zwischenzeitlich, aufgrund der Partieverläufe, so aus, als könnten wir etwas zählbares aus Eppingen mitnehmen. Leider kam es dann doch anders…

Zunächst gingen wir mit 0:1 in Rückstand. Zacharias ( Brett 3 ) hatte sich taktisch „versprochen“ und musste die Segel streichen. Gegen einen so starken und erfahrenen Gegner ist dies aber kein Beinbruch!

Danach gabs ein Remis durch Klaus ( Brett 8 ). Er neutralisierte mit Schwarz Stellung und Brett und somit schipperten beide in den Remishafen.

Zu diesem Zeitpunkt standen wir aber an den Brettern 1 ( Wolfgang ) und vor allem 5 ( meine Wenigkeit ) und 6 ( Wolle ) klar besser. Außerdem wussten wir, dass Marcus ( Brett 4 ) immer für einen Sieg gut ist. Somit wäre viell. sogar ein 4,5 : 3,5 für uns drin gewesen, da die restlichen Bretter ausgeglichen standen.

Aber die Zähigkeit der Eppinger, ein Produkt aus Spielstärke und Erfahrung, machte uns dann doch einen Strich durch die Rechnung.

Jedoch waren zunächst wir mit jubeln dran. Wolle gelang heute, an Brett 6, eine taktische Meisterleistung, welche er in einem sehenswerten Königsangriff vollendete – Ausgleichstreffer!

Nachdem ich den „Totschlag“ am Brett nicht fand, die Figuren meines Gegners waren paralysiert, ebenso stand seinem Monarchen das Wasser bis zum Halse, wickelte ich aus einer Gewinnstellung falsch ab und es entstand eine Stellung aus zwei Türmen, Läufer und 4 Bauern gegen Dame, Springer und 3 Bauern. Objektiv muss ich sagen, dass die resultierende Stellung für mich verloren gewesen wäre, aber mein Gegner revanchierte sich und ließ mich ins Dauerschach entkommen. Vermutlich hatten beide heute nicht den ganzen Punkt verdient, somit war das Remis vermutlich ein gerechtes Endprodukt.

Jetzt, beim Stand von 2:2 lief dann binnen einer halben Stunde leider alles gegen uns. Nacheinander verloren Wolfgang ( 1 ), José ( 2 ) und Mischa ( 7 ). Dabei erging es Wolfgang ähnlich wie mir, er fand einfach nicht den „letzten“ Zug, der die Partie zu seinen Gunsten entschieden hätte. Stattdessen wurde er sogar noch ausgekontert und musste aufgeben.

José wehrte sich lange mit Schwarz gegen seinen erfahrenen und starken Gegner. Leider konnte auch er seine Stellung nicht halten und musste letztlich die Niederlage eingestehen. Er hatte heute einfach ein undankbares Debüt, indem er gleich einen so dicken Brocken vorgesetzt bekam. Er wird seine Punkte für uBu noch holen, da bin ich mir ganz sicher!

Mischa wehrte sich tapfer und aktiv im Endspiel, viell. wäre bei völliger passiver Erwiderung der halbe Punkt drin gewesen ( die nachträgliche Analyse wird es zeigen ), letztlich brachte jedoch sein Gegner das Endspiel nach Hause.

Beim Stand von 2:5 gegen uns spielte nur noch Marcus an Brett 4. Er hatte, aus meiner Sicht, ein vorteilhaftes Springerendspiel mit Bauern auf dem Brett. Vor allem dank eines starken Freibauern sah ich viel Potential, dass er seinen Gegner noch lange und erfolgreich kneten könnte. Zur Verblüffung aller ließ Marcus jedoch den Abtausch selbigem zu und die Partie verpuffte schnell ins Remis. Letztlich ein ungefährdetes Schwarzremis, also kein Weltuntergang.

Mit 2,5 Brettpunkten ging es dann wieder zurück nach Karlsruhe. In meiner Wahrnehmung war die Niederlage einen Tick zu hoch, wenn auch verdient.

Hier noch die Einzelergebnisse im Überblick:

SC Eppingen 3 1988 SC uBu Karlsruhe 1851 5,5 2,5
Sandmeier, Toni 2149 Weiler, Wolfgang 1954 1 0
Dekan, Hans 2103 Blanco Villalba, José Francisco 2135 * 1 0
Heinl, Achim 2026 Heck, Zacharias 1772 1 0
Gass, Ulrich 1998 Krug, Marcus 2076 1/2 1/2
Seiler, Josef 1985 Lutz, Jürgen 1863 1/2 1/2
Götz, Markus 1953 Henn, Wolfgang 1893 0 1
Frenznick, Thomas 1849 Rausch, Mischa 1613 1 0
Geiger, Wolfgang 1838 Brück, Klaus 1787 1/2 1/2

* Fide Elo